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Auch alle fünf kleinen Parteien schaffen es in den neuen Rat

SPD wird stärkste Fraktion CDU kommt auf zwölf Sitze

Bückeburg (rc). Die SPD ist wieder die stärkste Fraktion im Rat der Stadt. Sie kam auf insgesamt 43,28 Prozent der Stimmen und errang 15 der insgesamt 34 zu vergebenden Sitze. Die SPD legte damit gegenüber dem Wahlergebnis von 2001 um 1,88 Prozentpunkte zu. Die CDU, die bisher zusammen mit den Bürgern für Bückeburg (BfB) die Mehrheitgebildet hat, kommt auf zwölf Sitze. Sie schaffte 36,02 Prozent, 2001 waren es noch 40,8 Prozent gewesen. Bündnis 90 / Die Grünen und die FDP errangen je zwei Sitze; die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG), die BfB und "Wir" kommen auf je einen Sitz.

veröffentlicht am 11.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:21 Uhr

Mit dieser Sitzverteilung können sowohl SPD als auch die CDU eine Mehrheit im Rat schmieden. Sitz und Stimme hat zudem noch der hauptamtliche Bürgermeister Reiner Brombach (SPD). Im Le-Theule-Saal, wo die SPD mit Spannung auf das Ergebnis wartete, brannte Jubel auf, als die neue Konstellation bekannt gegeben wurde. Die SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Grit Schmidt wertete das Ergebnis mit "kompletter Zufriedenheit: Unser Wahlmotto warüberzeugender als das der CDU." Die SPD werde die Politik für Bückeburg, die sie in den vergangenen Jahren - bis auf die kurze Unterbrechung - maßgeblich bestimmt habe, fortsetzen: "Ein Wahlergebnis, das wir mit Freude aufnehmen und mit der damit verbundenen Verantwortung übernehmen wollen." Zu möglichen Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen wollte Schmidt noch nichts sagen. "Wir müssen das Ergebnis erst sacken lassen und in Ruhe diskutieren." CDU-Fraktionschef Christopher Wuttke konnte eine Etage tiefer im Wilhelm-Külz-Zimmer des Ratskellers seine Enttäuschung nicht verbergen. "Ein ganz, ganz schlechtes Ergebnis. Wir hatten auf jeden Fall mehr erwartet, wir wollten die Mehrheit." Der programmatische und ruhige Wahlkampf der CDU sei von den Bückeburgern offensichtlich nicht honoriert worden. Zu künftigen Partnerschaften sagte Wuttke: "Dazu ist es heute Abend zu früh." Rechnerisch könne aber auch noch die CDU eine Mehrheit schmieden. Die Wahlbeteiligung lag bei lediglich 44,4 Prozent, vor fünf Jahren hatte sie noch bei 58,12 Prozent gelegen. "Erschreckend" wurde von zahlreichen Beobachtern im Rathaus dieses Ergebnis gewertet. Besonders auffällig war die Wahlmüdigkeit der Bewohner der Kernstadt, wo das Wahllokal Herderschule den Tiefpunkt mit 23 Prozent markierte. Auf den Dörfern sorgten die Wähler mit Wahlbeteiligungen von teilweise weit über 50 Prozent, dass das Gesamtergebnis deutlich nach oben korrigiert wurde. Die Auszählung der Stimmen hatte sich durch Schwierigkeiten im Wahllokal Warber Krug erheblich verzögert. Während alle anderen 23 Wahlbezirke bereits gegen 21 Uhr ihre Ergebnisse ins Rathaus gemeldet hatten, kam das letzte erst kurz vor 22 Uhr im Rathaus an. Zuvor hatte der Wahlleiter noch eine "Task Force" nach Warber geschickt, die beim Zählen Unterstützung leistete. Im neuen Rat werden einige prominente Namen fehlen. Auf Seiten der BfB schafften weder Jürgen Hockemeier noch Volker Preul den Wiedereinzug in den Rat. Bei der FDP fehlt der Name Brigitte Bödeker, obwohl die Liberalen ihr Wahlziel Fraktionsstärke erreichten. Bei der UWG ist der langjährige Ratsherr Manfred Heidmeier nicht mehr dabei. Ortsrat Scheie: SPD 2 Sitze; CDU 3 Sitze. Ortsrat Rusbend: SPD 3 Sitze; CDU 2 Sitze. Ortsrat Evesen: SPD 6 Sitze; CDU 2 Sitze; Grüne 1 Sitz. Ortsrat Meinsen-Warber : SPD 3 Sitze; CDU 5 Sitze, Grüne 1 Sitz. Ortsrat Cammer : SPD 2 Sitze; CDU 3 Sitze.




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