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Bürger sollen entscheiden, was an der Matthiasstraße geschieht

Spielplatz vor Stilllegung

Helsinghausen (gus). In der Gemeinde Suthfeld gibt es Überlegungen, den Spielplatz an der Matthiasstraße in Helsinghausen stillzulegen beziehungsweise zurückzubauen. Allerdings soll es zuvor eine Umfrage unter den Anwohnern geben.

veröffentlicht am 09.08.2012 um 17:02 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 01:42 Uhr

Der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss der Gemeinde hat sich das Areal angeschaut und erheblichen Handlungsbedarf festgestellt. Ein Holzzaun, eine hölzerne Begrenzung des Sandbereichs und zwei Sitzbänke müssten erneuert beziehungsweise ersetzt werden. Nach Worten von Bürgermeister Horst Schlüter besteht dort Verletzungsgefahr: Kinder könnten sich Splitter einreißen, zudem seien die Holzkonstrukte nicht mehr standfest.

Da in der Vergangenheit Probleme mit Flugsand aufgetreten waren, müsste ein Ersatz mindestens für die Holzbegrenzung des Sandbereichs her. Es sei denn, der Sand verschwände. Und da das große Klettergerät samt Rutsche auch seine besten Tage hinter sich hat, könnte das Areal komplett stillgelegt werden, so Schlüter.

Hinzu kommt, dass der Spielplatz an der Matthiasstraße kaum noch genutzt wird. Obendrein befindet sich in rund 150 Metern Entfernung an der Straße Zum Brinkfeld ein weiterer Spielplatz. Das Areal an der Matthiasstraße weiter instand zu halten, wäre teuer, auch wegen künftiger Unterhaltungsmaßnahmen.

Rita Loewa (SPD) stimmte zu, das marode Holz zu entfernen, aber sie regte an, vor einem umfassenden Rückbau die Anwohner in der Nachbarschaft zu befragen, ob sie auf den Spielplatz Matthiasstraße überhaupt noch Wert legen. Kreuze die überwiegende Mehrheit die Option „nein“ an, habe sich die Angelegenheit erledigt. Sollten zahlreiche Eltern wünschen, den Spielplatz weiter zu nutzen, könnten diese auch Vorschläge machen, wie dieser umzugestalten ist.

Denn dazu gibt es mehrere Vorschläge. So könnte die Sandschicht um einige Zentimeter abgetragen werden, als Fallschutz wäre dann Rindenmulch aufzutragen. Dann könnten die Holzränder verschwinden, weil der Mulch nicht verweht würde. Und das Spielgerät bliebe nutzbar, solange es standfest genug ist. Corinna Reichert (SPD) regte an, einen Kleinkindspielplatz aus dem Areal zu machen. Auch dann könnte der Sand verschwinden, und es wären keine Holzbarrieren nötig. Schlüter schlug für den Fall eine Sitzgarnitur und ein weiteres Wippetier im hinteren Bereich vor.

Außerdem hatte der Bürgermeister angeregt, eine einfache Sitzecke zu gestalten, die gar nicht mehr speziell für Kinder zugeschnitten wäre. Loewa warnte davor, dass ein solcher Bereich für mit Bierdosen bewaffnete Jugendliche attraktiv würde. Ein öffentlicher Grillplatz könnte wiederum die Nachbarn stören. Des Weiteren sei denkbar, das Grundstück an Privatleute zu verkaufen.




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