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Grundschule Im Petzer Feld profitiert von ADAC-Westen-Aktion zugunsten von ABC-Schützen

Spürnasen in Sachen Sicherheit unterwegs

Bückeburg (bus). Rund 750 000 Schulanfänger haben in den zurückliegenden Monaten bundesweit von einer Aktion des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) profitiert. Schwerpunkt des von ADAC-Präsident Peter Meyer initiierten Mammutprojekts war die kostenlose Verteilung hell leuchtender Sicherheitswesten. In Bückeburg kam die Grundschule Im Petzer Feld in den Genuss des vom Club als „größte Kinderschutzaktion, die es hierzulande jemals gegeben hat“ bezeichneten Unternehmens. „Alle unserer 45 Erstklässler sind jetzt mit einer solchen Sicherheitsweste ausgestattet“, berichten die Klassenlehrerinnen Diemut Stoewer und Karin Thiem.

veröffentlicht am 21.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 04:21 Uhr

Das Engagement der Automobilisten zugunsten der ABC-Schützen geht nach Auskunft von Präsident Meyer auf den hohen Gefährdungsgrad der Mädchen und Jungen im Straßenverkehr zurück. „In der dunklen Jahreszeit ist die Gefahr für Kinder zu verunglücken, doppelt so groß wie im Sommer“, erläutert der Experte.

Um die Gefahr zu verringern, müssten die Kinder vor allen Dingen besser und rascher wahrgenommen werden. Meyer: „Um auf Unvorhergesehenes zu reagieren, benötigen Sechs- bis Siebenjährige dreimal soviel Zeit wie Erwachsene. Umso wichtiger ist es, dass die Mädchen und Jungen für die anderen Verkehrsteilnehmer sowohl tagsüber als auch bei Dunkelheit gut zu erkennen sind. Denn je früher sie gesehen werden, desto eher können Auto- oder Motorradfahrer vorausschauend reagieren und ihre Fahrweise anpassen.“

Das Aussehen der Sicherheitswesten dominiert ein leuchtendes Gelb, an den Schulter- und Seitenpartien finden sich signalorange Farbtöne. Ferner sind sie mit so viel reflektierendem Material versehen, dass sie die entsprechende DIN-Norm erfüllen. Auf der Vorder- und Rückseite sind zwei Detektivfiguren aufgedruckt, mit deren Hilfe die Träger spielerisch lernen sollen, worauf sie im Straßenverkehr besonders achten müssen. Der auf der Westenrückseite erkennbare Schriftzug „Verkehrsdetektiv“ verdeutlicht zudem, dass die Kinder als Spürnasen in Sachen Verkehrssicherheit unterwegs sind.

Die Aktion passe gut in das an der Petzi-Schule seit 2007 jeweils im Frühjahr laufende Projekt „Zu Fuß zur Schule“, legen Stoewer und Thiem dar. Mit der Zu-Fuß-Aktion sollen Kinder und Erziehungsberechtigte animiert werden, auf das „Elterntaxi“ zu verzichten, um somit Selbstständigkeit und Bewegung zu fördern. Weiteres Ziel sei, die jungen Teilnehmer dazu zu ermutigen, über den Aktionszeitraum hinaus auf Schusters Rappen zur Schule zu kommen. Die Pädagoginnen: „Um eine dauerhafte Veränderung zu erreichen und um auch die neuen Kinder unserer Schule mit einzubeziehen, werden wir im Rahmen des Mobilitätsunterrichts immer wieder Aktionen zum Thema durchführen.“ Stoewer und Thiem appellieren an die Eltern, darauf zu achten, dass die Sicherheitswesten nicht nur auf dem Schulweg sondern auch in der Freizeit im Straßenverkehr getragen werden.




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