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Ministeriumsmitarbeiterin macht sich ein Bild von der ÖSSM und der Wildtierstation Sachsenhagen

Staatssekretärin signalisiert Hilfsbereitschaft

Winzlar/Sachsenhagen (par). Ulla Ihnen, Staatssekretärin des niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz, hat die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) in Winzlar sowie die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen besucht. Von den Einrichtungen zeigte sie sich angetan und versprach, sich für beide zukünftig einzusetzen.

veröffentlicht am 09.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:22 Uhr

„Das Land kann auf eine derartige Station wirklich stolz sein. Hier wird hervorragende Arbeit geleistet“, sagte die Staatssekretärin über die ÖSSM, die sie zuerst besuchte. Dort werde das vom Umweltministerium unterstützte Motto „Naturschutz mit den Menschen“ beispiellos umgesetzt. Ihnen, die vor ihrer heutigen Position für die Finanzen des Ministeriums zuständig gewesen ist, liegt die ÖSSM schon lange am Herzen.

„Es fehlt uns an Arbeitskapazität im hauptamtlichen Bereich. Dafür haben wir keine Mittel“, stellte der ÖSSM-Vorsitzende Karl-Heinz Garberding im Gespräch mit der Staatssekretärin klar. Er bemängelte, dass man das gleiche Personal wie noch vor zehn Jahren habe, sich die Arbeitsintensität aber grundlegend geändert habe. „Wir sind bis runter nach Bückeburg tätig.“ Als Beispiel sprach er die Renaturierung von Mooren an. Zudem ging er darauf ein, dass man sich im Herbst mit dem Mitarbeiterstab zusammensetzen werde, um grundsätzliche Strukturen zu überdenken, um zukünftig effizienter arbeiten zu können „Wir sind guten Willens. Wir strengen uns an, der ÖSSM zu helfen“, gab Ihnen ihr Wort. Ende des Jahres wisse man mehr.

Im Anschluss führten Garberding und Thomas Brandt, wissenschaftlicher Leiter der Schutzstation, ihren Besuch über das Gelände. Sie zeigte sich sowohl beeindruckt von der Artenvielfalt als auch von den vielen Möglichkeiten für Besucher, der Natur sehr nahe zu kommen, ohne die Wasservögel, Adler und die weiteren Tiere in ihrem Lebensraum zu stören.

Ein daumengroßer Frosch wird häufig übersehen.

Im Anschluss an die Exkursion in den Meerbruch ging es zur Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen, wo Stationsleiter Florian Brandes die Staatssekretärin über das Gelände führte und einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Einrichtung gewährte. Beeindruckt zeigte sie sich unter anderem von der Wiederansiedlung der Moorente und der Nerze im Bereich des Steinhuder Meeres.

„Unser Tagesgeschäft bleibt aber die Auswilderung von Tieren – wir sind kein Zoo“, merkte der Vorsitzende Uwe Wolters an. Während der Besichtigung der unterschiedlichsten Tierarten erklärte Brandes, dass die Station auf Spenden angewiesen sei. Für einzelne Projekte sei es weitaus einfacher, Menschen zu überzeugen, etwas beizutragen. Bei der täglichen Arbeit sei dies deutlich schwieriger.




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