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Verwaltung bestätigt: Rodenberger Mediziner wollen Praxisgemeinschaft in Ortsmitte

Stadt erwägt Bau von zentralem Ärztehaus

Rodenberg (bab). Rodenberger Ärzte wollen sich zusammentun und ein Ärztehaus mitten in der Stadt beziehen. Doch dafür müsste eine entsprechende Immobilie zur Verfügung stehen. Die soll jetzt die Stadt bauen. Das bestätigte die Rodenberger Verwaltung auf Anfrage.

veröffentlicht am 23.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:42 Uhr

„Im Zweifelsfall, wenn es keinen Investor gibt“, könne die Stadt Rodenberg das Ärztehaus bauen, meint Stadtdirektor Uwe Heilmann, der es zu früh findet, zum jetzigen Zeitpunkt ins Detail zu gehen. Er bestätigt, dass einige Rodenberger Ärzte mit dieser Idee bei der Verwaltung nach entsprechenden Standorten angefragt hätten.

Die Mediziner wollen jedoch nicht selbst bauen, wie die Verwaltung ebenfalls angibt, sondern lediglich mieten. Die Stadt wäre bereit, bei entsprechender Rendite einen Komplex zu errichten. Mit kommunaler Umsetzung solcher Modelle habe die Samtgemeinde ja schon Erfahrung, meint Heilmann. Doch momentan gebe es „verschiedene Denkmodelle“ innerhalb der politischen Gruppen und eine „offene Standortdiskussion“.

Heilmann hält ein komprimiertes medizinisches Angebot in zentraler Lage für den richtigen Weg. „Das ist auch unsere Intention. Wir sind dabei und versuchen, mehr Strukturen zu suchen für unsere Orte. Die ärztliche Versorgung gehört dringend dazu“, meint der Verwaltungschef.

Auf diesem Wege könnte nach Ansicht Heilmanns auch die Niederlassungsbeschränkung der Kassenärztlichen Vereinigung umgangen werden. Für den von der Nordregion immer wieder geforderten zusätzlichen Augenarzt gebe es vielleicht eine Chance. So müsse dies keine neue Niederlassung sein, sondern im Ärztehaus könnte eine Zweigstelle eines bereits niedergelassenen Arztes entstehen.

Klar sei, dass so etwas in zentraler Lage umgesetzt werden müsse. „Das können wir nicht ins Gewerbegebiet packen.“ Doch innerhalb der Politik gebe es momentan noch eine Diskussion über den richtigen Platz. Heilmann bestätigt, dass auch der kleine Parkplatz am Burgwall eine Option sei. Es gebe auch andere Grundstücke, doch da sei der Grunderwerb schwieriger.

Rund „vier bis fünf Einheiten“ sollen in dem Ärztekomplex entstehen. Der Flächenbedarf liege bei 800 bis 1000 Quadratmetern. Die Stadt klopft die planungsrechtlichen Voraussetzungen ab. Von Hochwasser- bis Denkmalschutz reichen die Erfordernisse, die berücksichtigt werden müssen.

Allzu lange dürfe sich die Politik nach Meinung Heilmanns nicht Zeit lassen. „Wenn das Sinn machen soll, müssen wir im Frühjahr 2012 betriebsbereit sein.“ Bis dahin würden auch die Bedingungen für den Verkehr rund um den Amtsplatz angepasst werden.




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