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Einnahmeausfälle fallen geringer aus

Stadt freut sich: In der Kasse ist mehr Geld!

Bückeburg (rc). Die Stadt ist durch die Wirtschafts- und Finanzkrise „relativ glimpflich davon gekommen“. Gegenüber den kalkulierten Ansätzen kann sie ein Plus von zwei Millionen Euro auf der Habenseite verbuchen, so die jüngsten Zahlen. Nach Abzug von Kreisumlage und Gewerbesteuerausgleich bleiben ihr unter dem Strich rund 400 000 Euro im eigenen Haushalt. Davon können diverse Positionen im Nachtragshaushalt ohne die Aufnahme neuer Schulden finanziert werden, wie Bürgermeister Reiner Brombach, Stadtkämmerer Horst Tebbe und Fachgebietsleiter Reiner Wilharm im Rahmen eines Pressegespräches mitteilten. In seiner Sitzung am 11. August wird der Wirtschafts- und Finanzausschuss über das Zahlenwerk beraten, am 16. September abschließend der Rat in seiner Sitzung.

veröffentlicht am 23.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 08:21 Uhr

„Es hat sich bewährt, dass wir bei der Aufstellung des Haushaltes 2010 sehr restriktiv vorgegangen sind und sehr konservative Planungen zur Grundlage gemacht haben“, freute sich der Stadtkämmerer jetzt doch noch Gelder auf der Habenseite verbuchen zu können. Gegenüber dem ursprünglichen Ansatz von 4,3 Millionen Euro rechnet die Stadt jetzt bei der Gewerbesteuer mit Einnahmen von insgesamt 4,9 Millionen Euro, ein Plus von 600 000 Euro. Bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer kann die Stadt jetzt mit 5,2 Millionen Euro rechnen, ursprünglich waren 4,9 Millionen Euro prognostiziert; mithin ein Plus von 300 000 Euro. Ähnlich gut sieht es bei den Schlüsselzuweisungen seitens des Landes aus: Die Stadt rechnet damit, dass ihr 200 000 Euro mehr auf das Konto überwiesen werden. Von den insgesamt 1,1 Millionen Euro Mehreinnahmen muss die Stadt gleich rund 700 000 Euro an den Kreis für die Kreisumlage und als Gewerbesteuerumlage weiterreichen; nur 400 000 Euro verbleiben in ihrer eigenen Kasse.

200 000 Euro für Straßenreparaturen

Und die Summe ist bereits komplett verplant, wie das Finanztrio deutlich machte. Die größte Summe – 200 000 Euro – werden in die Reparatur und Sanierung von Straßen fließen, sprich in die Beseitigung der Schäden, die der lange und strenge Winter auf den Straßen hinterlassen hat. So wird unter anderem aller Voraussicht nach die Straße „Am Bahnhof“ gemacht, die aufgrund ihrer Schlaglöcher für den Radverkehr gesperrt ist. Brombach: „Die letzten beiden Winter haben uns sehr zugesetzt. Wir haben einen Dauerbedarf an Reparaturen und müssen zeitnäher handeln, damit in zwei, drei Jahren die Schäden nicht noch größer sind.“

Weitere 67 000 Euro fließen an die Kindergärten der freien Träger, um dort Tariferhöhungen für das Personal auszugleichen. Weitere 70 000 Euro werden benötigt, um die Tariferhöhungen des stadteigenen Personals zu finanzieren. Brombach abschließend: „Lustobjekte gehen nicht, der Sturz ist da.“




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