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Lernen, warten, reparieren / Luftsportverein bereitet sich auf die neue Saison vor

„Stadt Rinteln“ fliegt jetzt in Österreich

Die Rintelner Luftsportler bereiten sich auf die neue Saison vor. Dabei müssen sie sich auch auf ein neues Flugzeug einstellen.

veröffentlicht am 28.01.2018 um 17:22 Uhr

Das Klapptriebwerk des neuen DuoDiscus XLT verhindert im Notfall unangenehme Außenlandungen. Foto: peb

Autor:

Peter Blaumann
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RINTELN. Nach der Saison ist vor der Saison: Die Mitglieder des Luftsportvereins Rinteln (LSV) bereiten sich intensiv auf die Saison 2018 vor. Hinter den riesigen Hallentoren sind Fachleute damit beschäftigt, alle Vereinsflugzeuge auf eventuelle Beschädigungen durchzusehen, zu reinigen und für die im Februar stattfindende Jahresnachprüfung vorzubereiten. Die Flugschüler büffeln unter der Leitung von neun erfahrenen Fluglehrern Theorie, um im Frühjahr zum Jungfernflug starten zu können.

Weil der LSV eine vereinseigene Werkstatt besitzt, können kleinere Reparaturen und die Beseitigung von Lackschäden, unter Aufsicht von autorisierten Werkstattleitern, selbst durchgeführt werden. Auch die zum Flugbetrieb erforderlichen Fahrzeuge wie der Lepo, ein Fahrzeug, das zum Ausziehen des Startwindenseils zum Startpunkt bestimmt ist, und der Startwagen werden ebenfalls überprüft.

Das größte Projekt in der diesjährigen Winterarbeit ist der Einbau eines neuen, leistungsstärkeren Schleppmotors in die Winde, mit der die Segelflugzeuge in den Himmel gezogen werden.

Vor dem Jungfernflug müssen die jungen Flugschüler jede Menge Theorie büffeln. Foto: peb
  • Vor dem Jungfernflug müssen die jungen Flugschüler jede Menge Theorie büffeln. Foto: peb

Um das Außenlanderisiko zu reduzieren und somit gleichzeitig die Sicherheit bei den Überlandflügen zu erhöhen, hat der Luftsportverein das Segelflugzeug „Stadt Rinteln“ durch ein gebrauchtes Segelflugzeug mit Klapptriebwerk ersetzt. Diese Heimkehrhilfe wird eingesetzt, wenn die Thermik ausbleibt, und somit der Rückflug zum Heimatflugplatz oder nächstgelegenen Flugplatz nicht mehr möglich ist. Die „Stadt Rinteln“ fliegt zukünftig in Österreich. Aktuell verfügt der Luftsportverein über fünf eigene Segelflugzeuge.

Auch die Piloten stehen mitten in der Vorbereitung für die Ende April beginnende Bundesliga-Saison. Einige machen sich mit der Handhabung des neuen Segelflugzeuges vertraut. Andere nutzen die hervorragenden Trainingsbedingungen in Namibia. Anfang Mai gehen drei Teams auf den Hahnweide-Wettbewerb in Kirchheim unter Teck bei Stuttgart und Mitte Mai nehmen zwei Piloten an der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft 2019 in Bayreuth teil.

Die flugfreie Zeit wird aber auch mit gesellschaftlichen Veranstaltungen wie dem Grünkohlessen, der Winterwanderung oder speziellen Vorträgen über das Fliegen überbrückt. Ostern geht es mit dem Fliegen los.

Übrigens: Jugendliche können schon im Alter von 14 Jahren mit der Ausbildung zum Segelflugpiloten beginnen. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage www.lsv-rinteln.de oder an den Wochenenden direkt auf dem Flugplatz.

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