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Auhäger Rat entscheidet grundsätzlich über eigenen Ansatz / Keine Konkurrenz zu Sachsenhagen geplant

Steht die kommunale Jugendarbeit vor dem „Aus“?

Auhagen (jpw). Wird es in Auhagen in absehbarer Zeit noch eine eigene, kommunale Jugendarbeit geben? Mit dieser Grundsatzfrage beschäftigt sich am Sonnabend, 22. Januar, der Rat im Gasthaus „Morgenstern“.

veröffentlicht am 19.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:42 Uhr

Der Sozialausschuss der Gemeinde hatte bereits vor einigen Tagen über dieses Thema beraten und einige Vorarbeit für die Ratssitzung geleistet. Für die Ratsmitglieder wird – auch mit einem Blick auf die klammen Finanzen - das Verhältnis zwischen finanziellem Aufwand und Wirkung entscheidend sein.

Wegen ihres Urlaubes hatte die Jugendpflegerin der Samtgemeinde, Maren Kluzik, nicht bei der Sitzung sein können. „Aber wir haben vorher miteinander gesprochen“, sagte Bürgermeister Kurt Blume. „Frau Kludzik kann aus Zeitgründen kein eigenes Angebot für Auhagen auf die Beine stellen“, sagte der Bürgermeister. „Sie würde aber unsere Bemühungen konzeptionell unterstützen.“ Blume hat von Kludzik auch Tipps bekommen: „Wir sollen uns bevorzugt an die 13-Jährigen wenden“, sagt er. Diese seien später in die älteren Gruppen leichter zu integrieren.

Nach Angaben von Blume leben pro Jahrgang rund zehn bis zwölf Kinder im Ort, doch der demografische Wandel setzt deutliche Zeichen: „Die Zahl wird auf sieben zurückgehen.“ Der Bürgermeister schätzt, dass demnach von den knapp 50 Jugendlichen in der bevorzugten Altersgruppe zwischen 13 und 17 Jahren mehr als die Hälfte ohnehin vereinsgebunden seien. Übrig blieben folglich etwa 20 Kinder und Jugendliche. „Wir haben hier ein gutes Angebot der Feuerwehr“, meint der Bürgermeister und verweist auch auf die möglicherweise bevorstehende Gründung einer Jugendrotkreuz-Gruppe.

Etwa vier bis fünf Jugendliche aus dem Ort nutzen bereits den Jugendraum im benachbarten Sachsenhagen, zu dem die Auhäger „auf keinen Fall“ in Konkurrenz treten wollen. Der Bürgermeister ist sich sicher, dass „ein Angebot bei uns an einem anderen Wochentag stattfinden würde“. Blume hat von Kludzik auch die Möglichkeit genannt bekommen, sich beim Landkreis Filme auszuleihen, um in Auhagen Filmabende zu veranstalten.

Aber die eventuell bevorstehende Suche nach ehrenamtlichen Betreuern im Ort könnte sich schwierig gestalten; Blume hegt die leise Hoffnung, mit Unterstützung der Jugendpflege der Samtgemeinde eine frühere Initiative wiederzubeleben.




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