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Das neue Domizil der Löschgruppe Kleinenbremen-Wülpke ist eingeweiht – zwei Jahre später als ursprünglich geplant

Steiniger Weg zum Gerätehaus

KLEINENBREMEN. „Was lange währt, wird endlich gut“, zitiert Portas Bürgermeister Bernd Hedtmann ein altes Sprichwort. Im Fall des neuen Feuerwehrgerätehauses der Löschgruppe Kleinenbremen-Wülpke ging es äußerst schleppend voran, am Ende dafür in Rekordzeit. Ursprünglich war die Fertigstellung des Gebäudes einmal für 2016 geplant, bevor Verantwortliche im Rathaus die Wehrleute auf Sommer 2017 vertrösteten. Und auch das war viel zu optimistisch.

veröffentlicht am 13.09.2018 um 11:42 Uhr
aktualisiert am 13.09.2018 um 16:00 Uhr

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Autor:

Stefan Lyrath
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„Dass noch ein paar Genehmigungen ausstanden, war bekannt“, so Löschgruppenführer Andreas Stieling jetzt während der Einweihungsfeier. „Aber dass noch zwei Jahre vergehen würden, hätten wir nicht gedacht.“ Stadtjugendfeuerwehrwart Peter Kornienka spricht von einem „steinigen Neubau“.

Motivation
begann zu sinken

Bürgermeister Hedtmann räumt ein: „Es hätte wirklich etwas schneller gehen können.“ Als Gründe für die Verzögerung nennt Hedtmann auf Nachfrage ein aufwändiges Genehmigungsverfahren, die nötige Änderung des Flächennutzungsplanes sowie andere Bautätigkeiten in der Stadt Porta Westfalica. Hingezogen hatte sich das Genehmigungsverfahren unter anderem, weil die Rintelner Straße, an der das Gerätehaus liegt, eine Kreisstraße ist.

In der Löschgruppe, so Stieling, habe die Motivation langsam zu sinken begonnen. Lange wusste niemand, wann es losgeht mit dem Bau. „Das ist keine besonders angenehme Zeit gewesen“, erinnert sich der Löschgruppenführer. Anfang Dezember 2017 stand dann endlich ein Bagger auf dem Grundstück. Die Hochbauphase war nach sieben Monaten beendet – zwei Monate früher als geplant.

Mit dem Ergebnis sind alle zufrieden. Portas Wehrführer Jens Grabbe spricht mit Blick auf die Infrastruktur der Feuerwehr von einem weiteren Meilenstein. „Wenn man sich hier so umschaut, kann man nur begeistert sein“, pflichtet ihm Bernd Hedtmann bei. So hat der Umkleidebereich eine Schwarz-Weiß-Trennung, damit Schadstoffe vom Einsatzort nicht – im schlimmsten Fall – bis in die heimischen Wohnstuben verschleppt werden können. Der Schulungsraum bietet mit 65 Quadratmetern viel Platz, für Büroarbeit gibt es einen Extraraum. Die Überdachung der Terrasse hat der Förderverein bezahlt. Gesamtkosten für den Neubau: rund 800 000 Euro.

Die Aktiven aus Kleinenbremen und Wülpke haben nicht gezählt, wie viele Stunden Eigenleistung sie beigesteuert haben, vor allem beim Streichen. Der Dienstbetrieb im Neubau läuft bereits seit Mitte August.

In der 200 Quadratmeter großen Halle, wo eine spezielle Anlage die Abgase absaugt, stehen vier Fahrzeuge, darunter ein nagelneues Tanklöschfahrzeug TLF 4000 mit 4500 Litern Wasser und 500 Litern Schaummittel an Bord, das am „Tag oder offenen Tür“ ebenfalls vorgestellt wurde. Das TLF ist ideal für Einsätze auf der nahen Autobahn.

Im Jahr 2013 hatten die Löschgruppen Kleinenbremen und Wülpke fusioniert. Zu dem Zeitpunkt war noch kein neues Gerätehaus geplant. Über mehrere Jahre rückten die Gruppen von zwei Standorten aus.

Die Löschgruppe Kleinenbremen hatte ihr Domizil bislang hinter der Kirche, die Wülpker Wehrleute in einem Teil des dortigen Schützen-Bürgerhauses.




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