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Anlieger enttäuscht

Steinrettung verboten

RODENBERG. Bei der aktuellen Sanierung der Grover Straße ist die alte Fahrbahnoberfläche mittlerweile komplett entfernt worden. Basaltsteine treten zutage. Anlieger wünschen sich, dass dieses Material anderweitig verwendet wird – doch dies ist rechtlich nicht möglich.

veröffentlicht am 15.04.2018 um 18:43 Uhr

Das alte Pflaster der Grover Straße kommt wegen der aktuellen Bauarbeiten zum Vorschein. Foto: gus

Autor:

Guido Scholl
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RODENBERG. Bei der aktuellen Sanierung der Grover Straße ist die alte Fahrbahnoberfläche mittlerweile komplett entfernt worden. Daher tritt die ursprüngliche Pflasterung mit Basaltsteinen zutage. Anlieger wünschen sich, dass dieses Material anderweitig verwendet wird – doch dies ist rechtlich nicht möglich.

„Ich finde es schade, dass das alles anscheinend als Bauschutt entsorgt wird. Warum werden die Steine nicht geborgen, um sie wieder verwenden zu können?“, lautet die Frage eines Lesers an die Redaktion. Schließlich kosten solche Steine eine Menge Geld. Wenn schon die Kommune kein Interesse an der Wiederverwendung beispielsweise für Schulhof- und Gehwegpflasterung habe, könnten sich doch private Interessenten einen Teil davon sichern.

Dies ist nach Angaben von Norman Levin, Ingenieur im Rodenberger Rathaus, nicht möglich. Es gebe einen fixen Vertrag mit der Firma, die das Pflaster der Grover Straße und eines Teils der Deisterstraße aufnimmt. Diese hat den Auftrag, das Material zu entsorgen. Und dabei wird nach Volumen abgerechnet. Zudem sei es durchaus denkbar, dass die Basaltsteine anderweitig wiederverwendet werden – denn die Firma erledigt selbst Pflasterarbeiten.

Im Rathaus sei vor Baustart bekannt gewesen, dass unter der bituminösen Fahrbahndecke Kopfsteinpflaster liegt. Die Menge sei allerdings schwer abschätzbar gewesen. Daher habe sich die Verwaltung dafür entschieden, die Entsorgung an ein Unternehmen zu vergeben. Und nun müssen sich beide Seiten an den recht komplexen Vertrag halten.

Es hätte den Ablauf auch erheblich gestört, hätte der Baufachbereich während des Aufreißens der Straße erst einmal nachgeschaut, wie viel Pflaster dort liegt. Und dies hätte den Baufortschritt verzögert.

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