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Steinwurf: Verdächtigen im Visier

Rodenberg (bab). Die Polizei nimmt den nächtlichen Steinwurf in das Schlafzimmerfenster einer Anti-Nazi-Aktivistin in Rodenberg nicht auf die leichte Schulter. „Wir sind in der Sache hochsensibel“, sagt Gabriela Mielke, Pressesprecherin der Inspektion Nienburg/Schaumburg. Der betroffenen Rodenbergerin war bereits Ende Juni die Haustür beschmiert worden – mit Zeichen, die dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sind. In der Nacht zu vergangenem Montag ist die Frau, die im Vorstand des Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ (BNib) mitarbeitet, durch das Einschmeißen des Fensters aus dem Schlaf gerissen worden.

veröffentlicht am 03.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 02:22 Uhr

„Uns liegen beide Fälle vor“, berichtet Mielke. Die Vorfälle werden vom Fachkommissariat für Staatsschutz bearbeitet. Eine neue Dimension in der Vorgehensweise der rechten Szene rund um deren jährlichen Aufmarsch will die Polizei deshalb aber nicht gleich unterstellen. Schließlich sei der Schuldige nicht bekannt.

Wie auch die Polizei aus Bad Nenndorf bestätigt hatte, wurden jedoch zwei Personen in einem Fahrzeug beobachtet, die sich in der Tatnacht in der Nähe des Hauses aufhielten. Es sei auch ein Verdächtiger benannt worden. „Ein Verdacht wurde ausgesprochen“, bestätigt Mielke, die einräumt, dass die genannte Person der Polizei nicht unbekannt ist und sogar als rechtsgerichtet eingestuft werde. „Ich kann sagen, dass man den Menschen schon im Visier hat. Die Ermittlungen laufen“, sagt Mielke. Obwohl der „Schreck groß war“, hat sich die BNib-Mitstreiterin nicht von dem Vorfall einschüchtern lassen. Dennoch sei sie froh, dass zurzeit die Streifenwagen merklich häufig ihr Wohnumfeld durchkämmen.




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