weather-image
23°
×

Drei Ortsfeuerwehren üben den Ernstfall in Wiedensahl

Stoffpuppe als Explosionsopfer

Wiedensahl (hga). Unter der Einsatzleitung von Stefan Ahrens, stellvertretender Samtgemeinde- und Ortsbrandmeister von Niedernwöhren, haben drei Ortsfeuerwehren in Wiedensahl eine komplexe Übung durchgeführt.

veröffentlicht am 29.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:42 Uhr

„Die laufende Ausbildung hat sich bewährt“, zog Ahrens Bilanz. Um 19.28 Uhr erfolgte die Alarmierung der Ortsfeuerwehren Wiedensahl und Niedernwöhren. Nach einer kurzen Lageeinschätzung wurde die Ortsfeuerwehr Meerbeck zur Unterstützung ebenfalls hinzugerufen.

Bei der angenommenen Ausgangslage hatten die Planer nicht viel ausgelassen: Nach einer undefinierten Explosion beim Schweißen auf Hof Buhr galt eine Person als vermisst. Die gesamte Elektrik war ausgefallen. Zusätzlich behinderte starke Rauchentwicklung die Arbeiten bei der Suche nach dem Vermissten. Hinter der Werkzeughalle wurde ein Entstehungsbrand vermutet. Im weiteren Verlauf kamen vier durch die Explosion verschreckte Kinder als weitere vermisste Personen hinzu. Eines davon fiel beim Versuch, sich in Sicherheit zu bringen in ein Getreidesilo und verletzte sich. Hier musste – wie auch beim Explosionsopfer – eine Stoffpuppe herhalten.

Soweit die durchaus komplizierte Ausgangslage. Diszipliniert gingen die Feuerwehren an die Lösung der gestellten Aufgabe. Mittlerweile beobachteten einige erleichterte Nachbarn die Szenerie. Aufgeschreckt von Blaulicht und Martinshörnern waren sie zunächst zu Hilfe geeilt.

Ausreichend Licht war zuallererst wichtig, da der Hof durch den Ausfall der Elektrik vollständig im Dunkeln lag. Schnell teilte die Einsatzleitung den Ort in drei Einsatzabschnitte auf. Der Schwerpunkt lag auf den Einsatz von Atemschutzgeräten.

Diese Einsätze hatten die Wehren bereits in gemeinsamen Übungen trainiert. Das zahlte sich aus, ein Rädchen griff ins andere. Sämtliche vermisste Personen wurden gefunden und geborgen. „Hier hat sich die gute Zusammenarbeit von den gemeinsamen Übungen fortgesetzt“, konstatierte Pressewart Arie Brzezinski.

Aufgabe erfüllt: Atemschutzgeräte-Träger bergen einen durch die Explosion Verletzten.

Foto: hga




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige