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Sanierung des Pohler Bachbetts dauert an

Straßensperre noch bis Weihnachten

Pohle (nah). Die Hoffnungen auf einen schnellen Verlauf der Reparaturarbeiten entlang des Pohler Bachs dürften sich nicht erfüllen. Voraussichtlich acht Wochen dauern die Behinderungen der soeben begonnenen Maßnahme. „Die Sperrung bleibt bis Weihnachten“, kündigte Bauleiter Jörg Focke an.

veröffentlicht am 23.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:42 Uhr

Wie mehrfach berichtet, waren auf einer Länge von etwa 200 Metern die Seitenbereiche zwischen Hauptstraße und Bachbett stark einsturzgefährdet. Einzelne Steine der Trockenmauer waren bereits gelockert oder lagen im Wasser. In anderen Bereichen hatte sich die Bewehrung zum Bach hin verschoben. Nach Eingaben von Anliegern kündigte die niedersächsische Straßenbauverwaltung eine Erneuerung an. In insgesamt acht Teilstücken sollten Längen zwischen fünf und 35 Metern erneuert werden. Statt der historischen Trockenmauern werden künftig stabile Winkelstützen aus Beton die Fahrbahn zum Bach abgrenzen.

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung, dass es nur vorübergehend in den Herbstferien zu einer Vollsperrung kommen würde, hat der Bauleiter die Erwartungen dämpfen müssen. Es sei einfach nicht genug Platz vorhanden, begründete er die länger andauernden Beschränkungen für den Durchgangsverkehr.

In der Tat ist der Aufwand groß. Ein Bagger schwenkt die 1,65 Meter hohen Winkelstützen Stück für Stück ein. Diese werden anschließend mit Dränagebeton verfüllt. Nach der halbseitigen Erneuerung der Fahrbahnoberfläche folgen die Leitplanken, die im Seitenbereich zwischen Straße und der Kante der neuen Betonmauern zu montieren sind.

Focke hofft, dass die Witterung nicht zu Verzögerungen führt. Nicht der Regen von oben sei es, der den Zeitrahmen gefährden könne, sondern der Wasserstand des Pohler Bachs. Momentan wird die normale Fließmenge durch ein breites Rohr am jeweiligen Bauabschnitt weitergeleitet. Kommt es zu heftigeren Fluten, werde das komplette Bachbett und damit die jeweilige Baustelle überschwemmt. „Dann geht es nicht mehr weiter“, sagt der Mann von der beauftragen Kögel-Bau.

Unterdessen beklagen Anlieger, dass immer noch Autofahrer den direkten Weg durch Pohle suchen, die Arbeiten behindern oder durch Wendemanöver Passanten gefährden. „Sogar Lastzüge wollen noch durchfahren“, hat eine Einwohnerin beobachtet. Dabei wird weiträumig um Pohle auf Verkehrsschildern auf die Vollsperrung hingewiesen und die Umleitung über Apelern und Wiersen angezeigt.




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