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Nienstädter SPD will blauen Metall-Rahmen, CDU zieht grüne Konstruktion vor / Kampfabstimmung im Rat?

Streit um Bushäuschen-Farbe: Bei Blau sieht die CDU rot

Nienstädt (gus). In der Gemeinde Nienstädt bahnt sich ein Streit um die Farbe von Buswartehäuschen an. Die Christdemokraten im Gemeinderat wollen keine weiteren blauen Metall-Glas-Konstruktionen, wie sie an der Liekweger Straße postiert worden sind. Die SPD aber wünscht sich genau diese Unterstände auch für den Rest der Gemeinde.

veröffentlicht am 12.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 16:22 Uhr

Hinsichtlich der Farbe des Metall-Rahmens der Bushäuser sind sich CDU und SPD nicht grün. Das Blau passe schlichtweg nicht ins Ortsbild, sagten Petra Ritter und Wolfgang Hoppe (beide CDU) bei der jüngsten Bauausschuss-Sitzung. Ritter erklärte, sie wolle partout keine weiteren Unterstände dieser Art. Aktuell soll eines neben der Tanzschule Tresor platziert werden. Und zwar ein blaues, so Eckhard Ilsemann (SPD). Direkt gegenüber wohnt die CDU-Ratsfrau Ritter, die aber betonte, nicht nur deshalb so vehement gegen die Farbe Blau zu sein. Sie werde häufig von Bürgern darauf angesprochen, dass die Unterstände an der Liekweger Straße hässlich seien. Wenigstens grün könnten die Metallkonstruktionen sein.

Dirk Röbke (SPD) entgegnete, ihm seien keine Beschwerden bekannt, im Gegenteil würden die blau-gläsernen Häuschen sogar gelobt. Ins Blaue hinein sei die Wahl auch nicht auf diese Variante gefallen, so Ilsemann. Das Design sei der Wille der SPD-Fraktion. Die Häuschen sollen einheitlich werden.

Da die Sozialdemokraten mit 9:5 Stimmen deutlich mehr Gewicht im Gemeinderat haben – hinzu kommt ein Sitz der Grünen –, müsste die SPD aber schon ein blaues Wunder erleben, damit die nächsten Bushäuser nicht dieselbe Farbe wie die zuletzt angeschafften haben werden.

Ritter kündigte dennoch schon mal eine Kampfabstimmung im ansonsten zumeist harmonischen Nienstädter Rat an. Möglicherweise bekommt Ritter das blaue Haus aber zumindest nicht vor die eigene Gartenpforte gestellt. Denn bei der Ausschusssitzung kam die Variante ins Spiel, den Unterstand weiter talwärts an den Bahnschienen zu platzieren. Bei der nächsten Ratssitzung wird das Thema erneut aufgetischt.




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