weather-image
13°
×

Unternehmer informieren sich zu neuem Arbeitsschutzgesetz / Experte referiert über Leistungsfähigkeit

Stress als Chance

Landkreis. Zahlreiche Unternehmensvertreter und Mitarbeiter aus Verwaltungen haben sich auf Einladung der Weserbergland AG zur Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsplätzen informiert. Gastgeber ist dabei die Reintjes GmbH in Hameln gewesen. Zugleich informierten sich die Teilnehmer des Arbeitskreises des Personalentwicklungsverbundes über das Unternehmen, das Schiffsgetriebe mit einem Leistungsbereich von 250 bis 30 000 Kilowatt produziert.

veröffentlicht am 02.05.2014 um 17:11 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

Autor:

Im Mittelpunkt des Treffens stand die im Oktober vergangenen Jahres beschlossene Änderung im Arbeitsschutzgesetz, der zufolge auch psychische Belastungen bei der Gefährdungsbeurteilung eines Arbeitsplatzes berücksichtigt werden müssen. Bruno Reddehase, Experte vom Gewerbeaufsichtsamt Hannover, verdeutlichte die Herausforderungen und Chancen von Gefährdungsbeurteilungen anhand von praktischen Beispielen. Dazu stellte er Berufsfelder aus dem Öffentlichen Personennahverkehr, der Pflege und dem Vertrieb vor.

Reddehase betonte, dass alle äußeren Einflüsse während der beruflichen Tätigkeit psychisch auf die Mitarbeiter wirken. Demzufolge seien die Faktoren messbar und als Stress oder Fehlbeanspruchung der Arbeitskräfte zu bewerten.

Der Experte machte zugleich auch deutlich, dass diese nicht nur negative Auswirkungen für Unternehmen haben, vielmehr stellte der Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamtes auch die Chance dar. So können Betriebe bei entsprechender Vorsorge möglichst lange auf die volle Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zurückgreifen. „Jedes Unternehmen muss vor Beginn einer Gefährdungsbeurteilung die eigenen Ziele festlegen, das jeweils geeignete Vorgehen definieren und entsprechende Methoden anwenden, denn es gibt da keine Patentlösungen“, betonte Reddehase.

Beim Rundgang durch das Unternehmen Reintjes konnten die Gäste darüber hinaus die einzelnen Schritte vom Rohmaterial bis zum fertig montierten Getriebe kennenlernen. Auch Funktionsweisen und Qualitätsmaßnahmen standen dabei im Fokus. „Über 90 Prozent der bei Reintjes gefertigten Getriebe werden exportiert“, erläuterte Gerd Geldermann, Leiter Arbeitsplanung, der den Rundgang engagiert begleitete.




Anzeige
Anzeige