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Förderverein macht sich für Naturschutzprojekte in der Niederung stark

Streuobstwiese Biotop ersten Ranges

Bückeburg (mig). Auch 2009 hat der Förderverein „Bückeburger Niederung“ die Renaturierung des 70 Hektar großen Naturschutzgebietes vorangetrieben. Das berichtete der Vorsitzende Egbert Schulz anlässlich der Hauptversammlung im „Jetenburger Hof“. „2009 war nicht so sehr von unseren eigenen Maßnahmen geprägt, sondern von einer Mitarbeit konzeptioneller Natur und dem Kauf von Flächen“, so Schulz.

veröffentlicht am 04.05.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 16:41 Uhr

Im Mittelpunkt standen deshalb „Leader+“-Projekte, die der Verein im vergangenen Jahr beantragt hatte. Projekte, wie die Einrichtung einer zwei Kilometer langen „Vorflutleitung“ in der südöstlichen Ecke des Naturschutzgebietes. Dieser „Entwässerungsgraben“ führt Wasser aus angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen in die Aue und trägt außerdem dazu bei, dass der sogenannte „Fischergraben“ (Wolfhard Müller: „Einige Landwirte wollten den geräumt sehen“) von der Stadt Bückeburg nicht mehr unterhalten werden muss. Ebenfalls abgesegnet wurden Maßnahmen zur Einrichtung eines Wehres (Fischergraben) und zur Renaturierung des Nordufers der Bückeburger Aue im Raum Evesen. Dort ist die Abflachung des Ufers auf einer Länge von 280 Metern geplant, außerdem soll die Gewässerdynamik verbessert werden, ein kleiner Damm sorgt für den Rückhalt.

Am Rand des Eveser Aue-Gebiets (zwischen Aue und dem alten Sportplatz) wurde erst vor kurzem eine neue Streuobstwiese angelegt. Die Wiese, eingerichtet in Zusammenarbeit mit der Grundschule Evesen, soll den Schülern eine naturnahe Bildung ermöglichen. Hier können sie beispielsweise Bäume pflegen, Obst ernten oder das Gelände für das Fach Biologie nutzen. Gewonnen hat aber nicht nur die Grundschule, sondern auch der Lebensraum: Streuobstwiesen gehören zu den ertragreichsten Biotopen und fördern wichtige Vogelarten wie zum Beispiel den Steinkauz und den Grünspecht. Egbert Schulz: „Die Einrichtung der Wiese war eine ganz tolle Aktion, bei der weit über 100 Eltern geholfen haben. Im Herbst sollen weitere Bäume gepflanzt werden.“ Vorangehen soll es aber auch in anderen Bereichen. Stellvertreter Wolfhard Müller: „Wir sollten den mittleren und vorderen Bruch in Angriff nemen. Dann hätten wir einige Kilometer komplett und etwas, was man vorzeigen könnte.“ Bei der anschließenden Vorstandswahl wurden der erste Vorsitzende Egbert Schulz und sein Stellvertreter Wolfhard Müller in ihren Ämtern bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden Kassenwart Jürgen Klaubert, Schriftführer Dieter Lichtner, Pressewartin Eva Löbbecke-Lauenroth und Justiziar Alexander Ulbrich. Beisitzer wurden Heinz und Corinna Loose und Jochen Beug.




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