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Tennet-Vertreter nehmen an Podiumsdiskussion zur geplanten Stromtrasse teil / Termin ist 13. Januar

„Südlink“ bereitet Sorgenfalten

Samtgemeinde Rodenberg. Die Pläne des Netzbetreibers Tennet für die „Südlink“-Stromtrasse von der Nordsee bis nach Bayern verunsichern derzeit viele Bürger besonders im Osten Schaumburgs. Eine der erarbeiteten Alternativrouten für die Höchstspannungsleitung könnte nämlich unter anderem durch die Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg führen. Wer sich über den aktuellen Sachstand und die Pläne der Tennet GmbH informieren will, ist deshalb zur kommenden Podiumsdiskussion des Landkreises eingeladen. Der Termin ist am Dienstag, 13. Januar, von 17 bis 20 Uhr im Sägewerk in Lauenau, Am Markt 3.

veröffentlicht am 08.01.2015 um 17:43 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:42 Uhr

Unter anderem die Vertreter der Rodenberger Gemeinden – die Bürgermeister Günter Knief (Apelern), Marion Passuth (Hülsede), Heinrich Laufmöller (Lauenau), Frank Witte (Messenkamp), Jörg-Wilhelm Hupe (Pohle) und Ralf Sassmann (Rodenberg) sowie Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla – haben sich inzwischen geschlossen gegen eine Trassenführung durch den Schaumburger Osten positioniert und rufen alle Bürger dazu auf, an der Info-Veranstaltung teilzunehmen.

Ihrer Ansicht nach werde der Vortrag der Tennet-Vertreter klar zeigen, welche verheerenden Auswirkungen eine überirdische Trassenführung durch Schaumburg für die Einwohner haben werde. Immerhin sei der Landkreis mit der am dichtesten besiedelte in Niedersachsen und bereits jetzt durch die Autobahn und zahlreiche Hochspannungsleitungen beeinträchtigt. Manche Gemeinden wären mit den neuen Strommasten am Ende von drei Seiten „umzingelt“. Ein anderer Aspekt sei der Denkmal-, Natur- und Landschaftsschutz. „Wenn man allein schon sieht, wie viel der benötigten Fläche durch Wald und Landschaftsschutzgebiete führt“, mahnt Hudalla an.

Großes Unbehagen bereitet den Bürgermeistern, dass dem aktualisierten Planungskatalog von Tennet nach die Schaumburger Route – im Vergleich zur ursprünglich angedachten Strecke entlang Hannover – neuerdings wohl um einen Wertungspunkt besser dastehe und deshalb möglicherweise bevorzugt werde. Auch der Umstand, dass, wenn die Wahl am Ende auf Schaumburg gefallen und das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen sei, der einzige Ausweg über das Gericht führt, bereitet den Gemeindevertretern Sorgen. Denn mehrere Instanzen gebe es nicht, verlaufe die Klage erfolglos, sei die Sache komplett gelaufen.

Der Landkreis Schaumburg richtet derweil eine eigene „Südlink“-Arbeitsgemeinschaft ein. Gemeinsam mit der Landräte-Initiative im Weserbergland soll zudem eine gemeinsame Positionierung erarbeitet werden, unter anderem mit der Hilfe eines externen Gutachters.kle




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