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Bauhöfe zusammenlegen?

Synergieeffekte ohne Personalabbau

EILSEN. Schon seit Längerem wird in der lokalen Politik darüber diskutiert, den Bauhof der Gemeinde Bad Eilsen mit dem der Samtgemeinde Eilsen zusammenzulegen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

veröffentlicht am 14.01.2018 um 14:27 Uhr
aktualisiert am 14.01.2018 um 16:40 Uhr

Während der Bauhof der Samtgemeinde Eilsen (Bild) unter anderem für den Winterdienst zuständig ist, ist der Bad Eilser Bauhof eher „gärtnerisch“ tätig, so Bernd Schönemann. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Zum einen ist seitens der Gemeinde Bad Eilsen angedacht, das an der Bahnhofstraße gelegene Remisengelände im großen Stil zu einer vielfältig nutzbaren „Ortsmitte“ umzugestalten. Das dortige Bauhofgebäude mit den darin untergebrachten Sozialräumen steht diesem Projekt jedoch im Wege. Deshalb müsste es im Falle einer tatsächlichen Realisierung dieses Planes abgerissen werden und der Bauhof an einen anderen Standort umziehen.

Remisengelände

nicht geeignet

Des Weiteren böte ein gemeinsamer Bauhof möglicherweise Vorteile bei der Beschaffung von Verbrauchsmaterialien (Stichwort: Mengenrabatt). Zudem könnten – im Wortsinn – einmal angeschaffte Gerätschaften und Fahrzeuge sowohl für die Gemeinde Bad Eilsen als auch die Samtgemeinde Eilsen genutzt werden.

Und nicht zuletzt würden sich auch dadurch Synergieeffekte ergeben, dass nach einer Fusion nur noch ein Bauhofleiter respektive nur noch ein Stellvertreter benötigt würde.

Dass eine Zusammenlegung der beiden Bauhöfe einen Personalabbau zur Folge hätte, davon geht Bernd Schönemann, der Samtgemeindebürgermeister, indes nicht aus. Denn die übers Jahr zu erledigende Arbeit bleibe ja die gleiche, erklärt er auf Nachfrage unserer Zeitung.

Offen ist allerdings, an welchem Standort der gemeinsame Bauhof betrieben werden soll. Das Remisengelände, auf dem derzeit noch der Bauhof der Gemeinde Bad Eilsen zu finden ist, ist eben wegen der geplanten Umgestaltung jenes Geländes keine Option.

Dies auch deshalb, weil dort noch mehr Wohnmobilstellplätze angelegt werden sollen. Es wäre nicht sinnvoll, in unmittelbarer Nachbarschaft einen größeren Bauhof zu betreiben, so Schönemann. Dagegen wäre es zwar grundsätzlich möglich, den in Heeßen beheimateten Bauhof der Samtgemeinde Eilsen zu erweitern, da dort noch (auf der anderen Seite der Aue) freie Grundstücke vorhanden seien. Doch wegen der umliegenden Wohnhäuser wäre dies keine optimale Lösung.

Gewerbegebiet Luhden

ist eine Option

Vor diesem Hintergrund ist die Samtgemeindeverwaltung vom Rat der Samtgemeinde Eilsen beauftragt worden, einen geeigneten Standort zu suchen. Aus Sicht der Verwaltung komme dafür nur ein Areal in einem Gewerbegebiet infrage, berichtet Schönemann. Konkret: ein Grundstück im Gewerbegebiet der Gemeinde Luhden, wobei für die Ansiedelung des Bauhofes ein entsprechender Neubau erforderlich wäre. Dies müsse aber – einschließlich der Frage der Finanzierung solch eines Vorhabens – erst noch in den politischen Gremien diskutiert und dann auch noch beschlossen werden, betont er.

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