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Landwirte aus Meinsen-Warber nutzen Kontrollservice in rauen Scharen

TÜV vor Ort: Dem geübten Auge von Bernd Michelis entgeht nichts

Meinsen (möh). Wohl dem, der in einer Halle arbeiten kann und darf. Dieses dachte sich vor allem Bernd Michelis, Mitarbeiter des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) Nord, der bei heftigem Schneefall am Kriegerweg in Meinsen viele Traktoren auf ihre Verkehrssicherheit überprüfte. Fast etwas neidisch blickte er auf seine Kollegin Andrea Schmöe, die in der warmen Gaststätte „Alter Krug“ per Computer den schriftlichen Kram der Treckerprüfung erledigte.

veröffentlicht am 18.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 09:21 Uhr

Wer sich aber dachte, bei diesem schmuddeligen Wetter und auch noch am Freitag dem 13. seine TÜV-Plakette „umsonst“ zu erhalten, der hatte sich kräftig getäuscht. Bernd Michelis sah sich jede vorgeführte landwirtschaftliche Zugmaschine in aller Ruhe an. Lichtanlage samt kompletter Elektrik, Bremse oder Spiel der Lenkung: nichts entging seinem geübten Auge. Auch die Reifen der Trecker, die manchmal alt und daher rissig sind, prüfte der Mitarbeiter des TÜV Nord eingehend, bevor die ersehnte Plakette auf das Kennzeichen geklebt und somit die Straßenverkehrstauglichkeit der Traktoren für die nächsten zwei Jahre attestiert wurde.

Waren zwei bis drei Trecker überprüft, zog es auch Bernd Michelis wieder einmal in die warme Stube der Gaststätte „Alter Krug“. Andrea Schmöe wartete schon auf die Daten der geprüften Traktoren. Sie gab sie in den PC ein, damit nach zwei Jahren, wenn wieder die landwirtschaftlichen Fahrzeuge verkehrstechnisch überprüft werden müssen, die Vergleichsdaten noch vorhanden sind. Die Besitzer der Traktoren bezahlten die Prüfgebühr und erhielten den Fahrzeugschein mit neuem TÜV

Nach einem wärmenden Kaffee hieß es für Bernd Michelis, wieder hinaus in das Schneegestöber, um seiner Arbeit nachzugehen. Schließlich warteten noch zahlreiche Trecker auf ihre technische Überprüfung. Michelis mag manchmal gedacht haben, wie gut es die Kollegen vom Auto-TÜV haben, die in einer Halle arbeiten.

Der Trecker-TÜV in Meinsen-Warber war übrigens gut besucht. Schon zur „Halbzeit“ der Prüfung hatten sich 15 Traktoren „gestellt“. Einer der Landwirte muss mit seinem Fahrzeug noch einmal erscheinen, denn sein Trecker entsprach nicht der vorgegebenen Sicherheit.

In den Dörfern werden, so Bernd Michelis, zumeist kleinere Trecker vorgeführt. In vielen Fällen sind es auch bereits Oldtimer, die, so der TÜV-Prüfer, oftmals mit dem Tod ihres jetzigen Besitzers buchstäblich aus dem Verkehr gezogen werden. Traktoren, die eine Geschwindigkeit von 50 km/h und mehr erreichen, werden jedes Jahr überprüft, müssen aber zur TÜV-Station kommen.

Die Traktoren aus Luhden und Umgebung werden am Freitag, 20. Februar, in der Zeit von 8 bis 12 Uhr an der Gaststätte Thies überprüft.




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