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Sachsenhäger Ratsmitglieder verärgert über Auhäger Beschluss / Fortbestand der Kooperation fraglich

Tagesmütter sollen künftig Krippenkinder betreuen

Sachsenhagen (jpw). Der Beschluss des Auhäger Rates, die Einrichtung einer Krippengruppe für die Kindergarten-Kooperation in ihrem Ort zu befürworten, aber die fünfjährigen Kinder im Gegenzug nicht nach Sachsenhagen schicken zu wollen, hat unter den Sachsenhäger Ratsmitgliedern zu großer Verärgerung geführt.

veröffentlicht am 29.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:22 Uhr

Die Fraktionsmitglieder von SPD und CDU steckten vor der Ratssitzung die Köpfe zusammen und beschlossen anschließend einmütig, den Betreuungsbedarf von Kindern bis zu sechs Jahren in Zusammenarbeit mit den vorhandenen Tagesmüttern und dem eigenen Kindergarten „vollständig sicherzustellen“.

Wenn in Sachsenhagen Alternativangebote vorhanden seien, sei eine Auslastung der Krippe in Auhagen nicht mehr sichergestellt. Deshalb werde die Einrichtung einer dortigen Krippengruppe für „nicht erforderlich“ gehalten.

Mitglieder der SPD- und der CDU-Fraktion fanden deutliche Worte. „Es ist entgegen der Absprache etwas anderes beschlossen worden, als es in der Kooperation gewollt war“, sagte Bürgermeister Heinz Mensching (SPD).

SPD-Fraktionssprecher Dietmar Steege kritisierte, dass man sich mit vorbereitenden Gesprächen „viele Stunden um die Ohren geschlagen“ habe. Fraktionskollegin Hannelore Minwegen (parteilos) zeigte sich verärgert über die „ständigen Auhäger Extrawürste im Arbeitskreis der Kooperation“ – eine Meinung, der sich auch Anne Beckmann (CDU) anschloss.

Ralf Hantke (parteilos) kam zu dem Schluss, dass zunächst intern diskutiert werden müsse, ob „die Kooperation selbst infrage zu stellen“ sei. Diesem Vorstoß pflichtete CDU-Fraktionssprecher Volker Töpp bei. Es müsse überlegt werden, sagte Töpp noch eine Nuance deutlicher, „ob sie gekündigt werden muss“.




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