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Künftig wird jeden ersten Donnerstag im Monat im Gartensaal getanzt

Tango Argentino verzaubert im Schloss

Bückeburg. Die Fürstenresidenz Bückeburg als neues Mekka der Tango-Tänzer? Einen vielversprechenden Auftakt hat die Veranstaltungsreihe „Milonga“ auf Schloss Bückeburg erlebt, wo zahlreiche Paare im stilvollen Ambiente des Gartensaals bis tief in die Nacht – wohlgemerkt an einem Donnerstagabend – ihre Runden aufs Parkett legten. Und das zu lateinamerikanischen Klängen und ausschließlich im Tango-Schritt. Denn der wird bei einer „Milonga“ traditionell getanzt. Wobei „Milonga“ eine doppelte Bedeutung hat: Zum einen ist damit eine schnelle Form des Tango Argentino gemeint, zum anderen wird auch die Veranstaltung selbst, auf der dieser Tango getanzt wird, so bezeichnet.

veröffentlicht am 08.02.2016 um 15:06 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:41 Uhr

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Ins Leben gerufen haben die in Zukunft regelmäßig stattfindenden Tanztreffen Viktoria Baumann und Dominik Barth. Die deutsche Meisterin im Tango-Argentino von 2011 und ihr Verlobter übernahmen vor einem Jahr als neue Inhaber das „Tanzhaus Minden“ und verpassten der Tanzschule am Mindener Hohenstaufenring nicht nur mit ihrem breit gefächerten Knowhow über klassische, moderne und sportliche Tänze eine Frischzellenkur, sondern auch mit einer Vielzahl an neuen Aktivitäten.

Zu einem Glücksgriff für Bückeburg könnte sich nun ihr Kontakt zum Schloss entwickeln: Zustande kam er über Wolfgang und Christin Krischke. Die Inhaber der Fürstlichen Hofreitschule übten sich bereits im „Tanzhaus Minden“ im Tango-Tanzen, als sie Viktoria Baumann auf die Idee brachten, den regulären wöchentlichen Kursabend ihres „Tango Argentino Clubs“ in das Fürsten-Domizil zu verlegen und durch eine sich direkt anschließende öffentliche Tanzveranstaltung – eben die namensgebende „Milonga“ – zu ergänzen.

In Zukunft wird jeden ersten Donnerstag im Monat im Gartensaal des Schlosses Tango getanzt. Von 20 Uhr bis 21 Uhr findet dabei der reguläre Übungsabend für die Mitglieder des „Tanzhauses Minden“ statt. Aber auch Nicht-Mitglieder sind eingeladen, entweder beim Unterricht zuzuschauen oder bei einem kostenlosen Schnuppertraining erste Schritte aufs Parkett zu legen.

Ab 21 Uhr heißt es dann „Milonga für alle“: Ist der Unterricht vorbei, übernehmen der Tango und sein Zauber allein die Regie – und damit auch alle für den Nicht-Tango-kundigen Tänzer fremdartig wirkende Gepflogenheiten, wie das ebenso stolz wie zurückhaltende Auftreten bei der Aufforderung zum Tanz. Um Tango-Neulingen den Einstieg zu erleichtern, wurden Tango-Paten installiert, erfahrene Mitglieder-Paare aus dem „Tango Argentino Club“ des „Tanzhauses Minden“, die neuen Gästen zur Seite stehen. So wie Krischkes, die durch Namensschilder für den Neuankömmling zu erkennen sind. Gastronomisch betreut werden die „Milonga“-Veranstaltungen von der „Alten Schlossküche“.

„Tango ist einfach alles“, beschreibt Vikoria Baumann ihre Begeisterung für den lateinamerikanischen Tanz. „Er ist einer der ganz wenigen Tänze, die noch nicht an feste Schrittfolgen gebunden sind.“ Als Unterstützung hatte die Tanzhaus-Chefin beim ersten Milonga-Abend auf Schloss Bückeburg jemanden an ihrer Seite, der es können muss: Aus Düsseldorf war Torsten Thiele angereist, mit dem Viktoria Baumann 2011 die deutsche Meisterschaft im Tango Argentino gewann. Die nächsten Milonga-Abende auf Schloss Bückeburg finden statt am 3. März, 7. April, 5. Mai, 2. Juni und 7. Juli.




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