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Landfrauen erfahren viel Wissenswertes

Tannenbaum 1526 das erste Mal erwähnt

Obernkirchen (sig). In der Adventszeit zu singen und beim Kerzenschein besinnliche Geschichten zu hören - dieser schöne alte Brauch tritt in den meisten Familien wegen der vorweihnachtlichen Hektik und dem damit verbundenen Stress leider immer mehr in den Hintergrund. Die Obernkirchener Landfrauen halten zumindest an der guten Tradition fest, einmal im Jahr im Kreuzgang des Stiftes zu singen und zudem einen festlichen Nachmittag im Saal des Stiftes zu gestalten.

veröffentlicht am 24.12.2007 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:28 Uhr

Diesmal hatte die Vorsitzende Wilma Klostermann einen historisch bewanderten Theologen für diese Zusammenkunft gewinnen können. Der Rodenberger Pastor i. R. Wilhelm Knackstedt befasste sich auf eine sehr anschauliche Art und Weise mit historischen Hintergründen der Ereignisse in der Weihnachtszeit. So wussten zum Beispiel längst nicht alle Zuhörerinnen, dass der Nikolaus keineswegs irgendeine Kunstfigur ist. Seinen Namen verdankt er vielmehr jenem Bischof aus dem damaligen Kleinasien, der für sein vorbildliches Wirken und seine vielen guten Taten schließlich heilig gesprochen wurde. Heute ist er unter anderem alsSchutzpatron der Kinder und der Seeleute bekannt. Dass der Tannenbaum 1526 zum ersten Male in Straßburg erwähnt wurde, war für die meisten ebenso neu wie die Aussage, dass die an ihn gehängten Äpfel eigentlich an den Sündenfall erinnern sollen. Spekulatius und Lebkuchen seien zuerst in den Klöstern gebacken worden. In den Teig wurden einst Heilkräuter als Arznei eingebettet. Damit versorgten die Mönche dann Arme und Kranke. Die bunten Kugeln am Weihnachtsbaum sollen an das Gold erinnern, das die Könige aus dem Morgenland dem Jesuskind mitgebracht hatten.




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