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Sichere Luftnummer der Alten Adolfiner: FLARM-Gerät an Segelflug-AG im LSV übergeben

Technik vermeidet Anstößiges zu Stoßzeiten

Bückeburg (mig). Wenn sich Flugzeuge unvermittelt begegnen, kann es gefährlich werden. Beinah-Unfälle sind keine Seltenheit, Abhilfe schafft ein sogenanntes FLARM-Gerät, das der Verein Alter Adolfiner jetzt der Segelflug-AG im Luftsportverein Bückeburg-Weinberg übergeben hat.

veröffentlicht am 07.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 21:41 Uhr

Gerade wenn bei schönem Wetter alle fliegen wollen, wird es über dem Wülpker Feld ziemlich voll. An den Hängen zwischen Bückeburg und Wesergebirge entsteht der begehrte Aufwind, aufgrund der besonderen Bedingungen kann fast ganzjährig geflogen werden. „Wir werden deshalb von vielen anderen Plätzen beneidet“, erklärt der Vizevorsitzende, Gerhard Deerberg, „hierher kommen Flieger aus ganz Deutschland.“ Die hohe Beliebtheit des Geländes hat aber auch ihren Preis: Zu Stoßzeiten geht es manchmal zu „wie auf einer Autobahn.“ Dann kann es auch passieren, dass sich die Flugzeuge zu nahe kommen. Besonders bei tief stehender Sonne ist deshalb ein FLARM-Gerät sinnvoll.

Das sogenannte „Kollisions-Warngerät“ gibt die Entfernung eines benachbarten Segelfliegers an und warnt bei Annäherung optisch und akustisch. Es hat die Größe einer Zigarettenschachtel und umfasst im Wesentlichen einen GPS-Empfänger und ein digitales Funkmodul. Gerhard Deerberg: „Das Gerät dient der Sicherheit und sorgt dafür, dass man sich gegenseitig bemerkt.“ Über die Hälfte der 11 Segelflieger des Vereins verfügen über ein derartiges Instrument. „In Zukunft sollen alle damit ausgerüstet werden“, so der zweimalige Deutsche Meister und Vorsitzende des Vereins, Reinhard Schramme. Übergeben wurde die Spende vom Vorsitzenden des Vereins Alter Adolfiner, Klaus-Dieter Schnierl. Schnierl lobte die Förderung des sozialen Lernens und bedankte sich beim Ausbildungsleiter der AG, Jürgen Wilhelm, für die geleistete Arbeit. Wilhelm selbst hob vor allem die „einmalige Arbeit, die hier passiert“ hervor. „Kaum ein Verein fördert die Grundschulung mehr.“

Die bundesweit einzigartige AG wurde 1986 aus einer Projektwoche des Gymnasiums Adolfinum heraus gegründet. „Das Interesse war riesengroß“, erinnert sich Jürgen Wilhelm. Auch nach ihrer AG-Zeit blieben (und bleiben) viele Schüler der Fliegerei treu - manch einer studierte Luft- und Raumfahrttechnik oder wurde Fluglehrer. Stellvertretend für die vielen Mitglieder, die in der AG das Fliegen lernten, waren Harald Grimme und Jörg Nottmeyer vor Ort. „Das Fliegen hat mich damals wie heute fasziniert und auf das Leben vorbereitet“, so Nottmeyer bei der Übergabe. Derzeit hat die AG 41 Mitglieder.




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