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Unternehmen bietet in der Seeprovinz neuen Mobilfunkstandard als Alternative zum DSL-Anschluss per Erdkabel an

Telekom: LTE soll helfen, kleine „weiße Flecken“ zu beseitigen

Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). Die Ankündigung der Deutschen Telekom, auf dem Brunnenberg bei Rehburg einen Mast mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE („Long Term Evolution“) auszurüsten, hat auch in der Samtgemeinde Sachsenhagen für Aufmerksamkeit gesorgt.

veröffentlicht am 22.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 00:42 Uhr

„LTE bedeutet einen gangbaren Weg, Haushalte mit schnellem Internet zu versorgen, die per Erdkabel nicht erreichbar sind.“ Telekom-Sprecher Lorenz Steinke hat nach einer Anfrage dieser Zeitung die Funktion präzisiert, die der neue Mobilfunkstandard in der Samtgemeinde Sachsenhagen zunächst haben könnte. Die neue Technik soll dabei helfen, kleine „weiße Flecken“ zu beseitigen.

Welche Haushalte oder Straßenzüge im Einzelnen in den Gemeinden Auhagen, Wölpinghausen und der Stadt Sachsenhagen LTE-Signale demnächst empfangen, konnte Steinke noch nicht mitteilen: „Das richtet sich nach den topographischen Verhältnissen.“

Die Kosten für das Verlegen eines Kilometers Glasfaserkabel bezifferte Steinke auf rund 50 000 Euro. „Irgendwann wird es unwirtschaftlich, die weit entlegenen Häuser damit erreichen zu wollen.“ Auch dem DSL-Signal aus Verteilerkästen sei nach vier Kilometern Grenzen gesetzt: „Da spielt die Physik nicht mit.“

Mindestens zwei Mbit/sec. und bis zu 16Mbit/sec. für 90 Prozent der Bevölkerung sichert die Telekom mit dem Ausbau des Glasfasernetzes zu. Per LTE, das den Mobilfunkstandard UMTS ablösen wird, können Geschwindigkeiten von bis zu 150 Mbit/sec. erreicht werden.

Steinke machte deutlich, dass die Telekom zum Start des DSL-Glasfaser-Netzes in Auhagen, Sachsenhagen und Wölpinghausen im ersten Quartal des nächsten Jahres als Alternative auch den LTE-Empfang anbieten möchte. Vermutlich stößt LTE als vierte Mobilfunkgeneration (4G) aufgrund der hohen Geschwindigkeiten darüber auch im bereits mit DSL versorgten Hagenburg auf Interesse.

Zu den LTE-Kosten für die Kunden wollte sich Steinke noch nicht äußern. Auch nicht nach dem Hinweis auf den Konkurrenten Vodafone, der bereits seine LTE-Tarife veröffentlicht hat und in Sachsenhagen offenbar mit einer sendefähigen LTE-Anlage kurz vor dem Betriebsstart ist. „Das wären nur Spekulationen“, meinte der Telekom-Sprecher. „Es könnte auch andere Tarifmodelle geben.“




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