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Bauausschuss debattiert erneut über kritisierte Verkehrsführung von Radfahrern / Experten gegen Pflasterstück

Tempo 30 für die Brunnenstraße

Bad Nenndorf. Eine erneute Diskussion hat es um die Verkehrssituation an der Brunnenstraße im Bauausschuss der Stadt Bad Nenndorf gegeben. Auch das Thema Tempo-30-Zone kam dabei zur Sprache. Dieses Tempolimit soll fortan an der Straße gelten.

veröffentlicht am 14.04.2014 um 21:09 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 12:42 Uhr

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Die Verwaltung hatte in den Sitzungsunterlagen dargelegt, dass nicht mehr zurückzuverfolgen ist, warum ein politischer Beschluss des Jahres 2001 nie umgesetzt worden ist, wonach Tempo 30 an der Brunnenstraße auszuschildern war. Dies soll nach Worten von Stadtdirektor Bernd Reese nun nachträglich geschehen, sodass die Brunnenstraße sozusagen in die Tempo-30-Zone rund um das Wohngebiet Doudeville-straße eingegliedert wird.

Ferner riet die Verwaltung dazu, die Pflasterung eines Stücks am Ende des Gehwegs nördlich der Brunnenstraße doch nicht umzusetzen, weil dies zu einem Gefahrenpunkt führen würde, denn dann müssten Radfahrer die Fahrbahn im Kurvenbereich kreuzen. Zudem wäre laut Expertenmeinung ein Radfahrstreifen auf der Südseite aufzumalen, was aber ein Parkverbot bedingen würde.

Diesem Rat schloss sich Cornelia Jäger (CDU) an. An der Stelle gebe es keinen akuten Handlungsbedarf. Volker Busse und Ralph Tegtmeier (SPD) verwiesen auf das Votum der vorangegangenen Bauausschusssitzung, sonst müsse sich das Gremium künftig nicht mehr treffen, weil dessen Beschlüsse nicht umgesetzt werden. Tegtmeier fügte hinzu, im Bauausschuss habe niemand von einem Fahrradschutzstreifen gesprochen.

Ordnungsamt und Straßenverkehrsamt hatten sich zwischenzeitlich mit dem Thema befasst. Reese betonte, der Bauausschuss spreche lediglich Empfehlungen aus, doch wenn sich diese als nicht umsetzbar erwiesen, sei das zu akzeptieren.

Busse legte nach: Es sei ohnehin ein Schildbürgerstreich, dass im Jahr 2001 ein im Bebauungsplan festgeschriebener Geh- und Radweg zu schmal ausgebaut wurde, als dass darauf Radler fahren dürfen. Dem widersprach niemand, allerdings schränkte Jäger ein, dass an diesem Umstand nachträglich nichts mehr zu ändern ist.

Jäger bezweifelte darüber hinaus, dass sich die Radfahrer auch von dem zusätzlichen Asphaltstück nicht dazu bewegen ließen, vom Fußweg herunter auf die Straße zu fahren. Das sah Busse anders, es solle zumindest der Versuch unternommen werden. Dies unterstützte Anwohner Werner Amelung in einer Wortmeldung. Ein Konsens wurde im Ausschuss nicht gefunden, eine neue Beschlussempfehlung aber ebenfalls nicht formuliert.




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