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Verkehrswacht postiert Gerät

Tempo-Warnung an Meerbecker Grundschule

Meerbeck (gus). Die Geschwindigkeits-Anzeigetafel der Kreisverkehrswacht steht jetzt an der Grundschule Meerbeck. Dort sollen Autofahrer dazu erzogen werden, langsamer und aufmerksamer zu fahren.

veröffentlicht am 01.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:42 Uhr

Meerbeck ist nach der Lüdersfelder S-Kurve an der L 449 der zweite Einsatzort des Tempo-Anzeigers der Kreisverkehrswacht. Deren Geschäftsführer, Wolfgang Haverland, erklärte, dass es der Wunsch der Gemeinde Meerbeck, Träger der Grundschule, gewesen ist, die Anzeigetafel dort zu postieren. Grund sind Beschwerden von Lehrern und Elternlotsen über häufiges Missachten des Zebrastreifens, auf dem Schüler die Kreisstraße vor der Schule überqueren.

Lehrer und Verkehrsobmann Jürgen Klüter sagten dazu, dass die Anfahrt von Stadthagen aus zu schnellem Fahren verleitet – schneller zumindest als die erlaubten 50 Stundenkilometer. Auch Lkw und Trecker stellen nach seinen Angaben eine Gefahr dar, weil sie häufig extrem schnell unterwegs seien. Die Schule sei nicht untätig gewesen. Gemeinsam mit den Polizisten Adolf Deterding und Peter Kruse seien mehrere Schritte unternommen worden.

Beispielsweise gibt es seit drei Jahren Eltern, die als Schülerlotsen fungieren. Eine davon ist Claudia Janik. Sie berichtet, dass die Autofahrer zwar langsamer fahren, wenn die auffällig gekleideten Lotsen im Einsatz sind. Aber außerhalb dieser Zeiten sei die Situation für die Schüler weiterhin brenzlig.

Und noch etwas bereite Probleme: Manche Autofahrer rollen langsam an den Zebrastreifen heran und fordern die Kinder mit Gesten auf, über die Markierung zu gehen. Die Kinder wiederum haben gelernt, erst loszulaufen, wenn ein Auto steht. So kommt es nach Worten Janiks zu Missverständnissen – weil die Kinder bei der Verkehrserziehung offenbar besser aufgepasst haben als die Autofahrer.

Nun soll Verkehrserziehung mal anders probiert werden. Das Tempo-Display der Kreisverkehrswacht zeigt den Autofahrern an, wie schnell sie unterwegs sind. Haverland hofft, dass dies die zu schnellen Verkehrsteilnehmer zum Bremsen bewegt. Wenn sich mit der Maßnahme bei den Autofahrern einschärfe, dass an der Schule Obacht zu geben ist, sei viel erreicht. Zum einen seien langsamere Autos eher zum Stehen zu bringen. Außerdem erhöhe sich so auch die Aufmerksamkeit für den Zebrastreifen.

Der beste Schritt, so Haverland, um an der Stelle mehr Sicherheit für Schüler zu erreichen, sei eine Fußgängerampel. Kommentar Klüter: „Das würde uns sehr entgegenkommen.“




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