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Künftig Fußball am Hexenhaus?

Tennisplätze: Verein muss entscheiden

Sülbeck (gus). Die Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde Nienstädt haben sich in dieser Woche mit den Tennisplätzen des TuS Sülbeck beschäftigt. Die Politiker schätzen die Lage genauso ein wie der TuS-Spartenleiter Hans-Dieter Mitschker im gestrigen Bericht. Der Verein müsse entscheiden, wohin die Reise in puncto Tennisplätze geht.

veröffentlicht am 24.07.2008 um 00:00 Uhr

Nienstädts Bürgermeister Gerd Widdel stellte klar, dass die Anlage zwar der Gemeinde gehöre, der Verein aber das Nutzungsrecht hat. Deshalb müsse auch der TuS eine Entscheidung zur Zukunft des Areals fällen. Selbstverständlich habe die Gemeinde großes Interesse daran, dass die aktuelle "Tennis-Brache" nicht von Dauer sein wird. Schließlich sei vor Jahren das nötige Bauland für einen dritten Tennisplatz gekauft. Auch Gemeindedirektor Rolf Harmening betonte, dass man dem TuS hinsichtlich der Nutzung nichts befehlen kann. Eckhard Ilsemann (SPD) schlug allerdings vor, zumindest die Vorstellungen des Rates an den Verein heranzutragen. Schließlich sei es denkbar, die Tennisplätze anders zu nutzen - für Fußball und Basketball beispielsweise. Dazu könnte der Basketballkorb an der Skateranlage abmontiert werden. Das könnte beim TuS auf Zustimmung stoßen. Mitschker hatte erklärt: "In 20 Jahren sprechen wir nicht mehr von Tennis im dörflichen Bereich." Grund sei der fehlende Nachwuchs. Die wenigen Sülbecker Aktiven spielten jetzt in Nienstädt und Liekwegen. Die Kosten für einen Fußball-Sandplatz an der Stelle, wo jetzt zwei Tennis-Sandplätze nebeneinanderliegen, könnten gegen die Umwandlung sprechen. Karlheinz Volksdorf (CDU) rechnet mit mehreren Tausend Euro. Thomas Künzel (Grüne) regte an, zumindest einen Tennisplatz für Hobbyspieler zu öffnen. Derzeit sind alle drei Plätze abgeriegelt. Widdel verwies darauf, dass es schwer würde, jemanden zu finden, der die Tennisanlage für den Spielbetrieb herrichtet. Volksdorf erklärte, dass eine Hand voll Helfer einen ganzen Tag lang zu tun hätte, um den alten Sand abzutragen und neuen Sand aufzuschütten. Anschließend müsste mehrere Tage lang gewässert und gewalzt werden, sonst dränge nach kurzer Zeit Granulat durch die Sandschicht. Auch Volksdorf bezweifelte, dass sich dafür Freiwillige finden würden. Ein Beschlussvorschlag wurde nicht gefasst. Trotzdem soll in Bälde mit dem Vereinsvorstand Kontakt aufgenommen werden, um das Thema im Auge zu behalten.




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