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VfR Evesen empfängt den Titelaspiranten TSV Stelingen / TuS SW Enzen im Derby gegen VfL Bückeburg II

Test auf Herz und Nieren

veröffentlicht am 07.09.2017 um 18:31 Uhr

Ibrahim Khodr (links) kümmert sich um seinen verletzten Mitspieler Vito Caliandro. Für den Stürmer des VfR Evesen ist die Hinrunde mit einem Innenmeniskusschaden beendet. Foto: ph

BEZIRK HANNOVER. Vier Spiele vier Siege: Der VfR Evesen grüßt von der Tabellenspitze der Bezirksliga Staffel 2. Nun erwartet das Team von Neutrainer Steffen Mitschker mit dem TSV Stelingen den ersten Hochkaräter. Der VfR wird vom Titelaspiranten auf Herz und Nieren geprüft. Der fünfte Dreier in Serie wäre ein Fingerzeig, dann dürften die Evesener in der Meisterfrage ein gehöriges Wort mitreden. Im Schaumburger Derby empfängt Aufsteiger TuS SW Enzen die Reserve des VfL Bückeburg.

SV Ramlingen-Ehlershausen U 23 – SV Obernkirchen (Sa., 16 Uhr): Der SVO hat den Meisterschaftsfavoriten VfR Evesen 45 Minuten lang kräftig geärgert, dann hat sich im zweiten Abschnitt aber die individuelle Klasse des Spitzenreiters durchgesetzt. Nun reist der SVO-Tross zum Tabellensiebten. Die Landesliga-Reserve ist eine Wundertüte. „Man weiß nie, was für eine Truppe zur Verfügung steht“, kennt Martin Prange das Trainerleben als Reservecoach noch von Bückeburger Zeiten ganz genau. An der Marschroute des SVO wird sich nicht viel ändern. „Wir müssen griffig sein, zweikampfstark und eine hohe Laufbereitschaft an den Tag legen“, fordert Prange. Zudem würde eine Führung besonders gut tun. Philipp Gräber und Timon Paasch (krank) stehen auf der Kippe. Der Mannschaftsbus fährt am Samstag um 13.30 Uhr am Neumarkt ab.

VfR Evesen – TSV Stelingen (Sa., 17 Uhr): Wegen des Erntefestes findet die Partie bereits am Samstag statt. Das 2:0 in Obernkirchen freute Trainer Steffen Mitschker: „Wir haben gegen einen leidenschaftlichen Gegner den Kampf angenommen und verdient gewonnen.“ Die Tabellenführung ist eine Bestätigung für die neue Spielweise des VfR. Evesen spielt schnörkelloser, die schnellen Außenspieler Jannis Städter und Paskal Fichtner bereiten viele Chancen vor. „Der TSV Stelingen ist der erste Härtetest gegen einen Titelaspiranten“, sagt Mitschker. Der Tabellenvierte sei robust und spielstark. Schlechte Kunde gibt es von Vito Caliandro. Der Stürmer hat einen Innenmeniskusschaden und muss operiert werden. Die Hinrunde ist für ihn gelaufen. Caglayan Tunc ist von seiner Hochzeitsreise zurück und rückt wieder in den Kader.

TuS SW Enzen – VfL Bückeburg II (So., 15 Uhr): Nach dem Sieg im Aufsteiger-Duell beim TuS Harenberg sind die Enzer im Soll. In den drei Spielen zuvor habe man ja bereits am Dreier geschnuppert, so SWE-Trainer Fabian Stapel: „Das war ganz wichtig für das Punktekonto und auch für den Kopf. Alles andere wäre hart gewesen.“ Stapel war mit dem Auftritt in der ersten Halbzeit sehr zufrieden, nach der Pause habe man nur noch versucht, die Führung ins Ziel zu bringen. „Wir dürfen in einem überlegen geführten Spiel nicht so leichtsinnig sein“, ärgert sich der Coach, der gegen die Bückeburger Reserve ein offenes Duell erwartet. Das Pendel könne auf beiden Seiten ausschlagen, „man weiß ja nie, was einen erwartet“. Die Enzer haben keine personellen Sorgen. Im Gegenteil: Julius Buhr hat seine Meisterschule beendet, steht wieder zur Verfügung und soll wegen seines Trainingsrückstandes die Reserve unterstützen. „Wir wollen nachlegen. Aber es wird schwer, die Bückeburger haben gut ausgebildete Fußballer in ihren Reihen“, weiß Stapel.

Nach zwei eher dürftigen Vorstellungen zeigte die Bückeburger Zweitvertretung beim ambitionierten TSV Stelingen einen guten Auftritt und entführte verdient einen Punkt. „Wir haben kompakt verteidigt, hatten ein gutes Umkehrspiel und waren auch eng und griffig bei den Gegenspielern. Das sind die Voraussetzungen, um gute Spiele zu absolvieren“, erklärt Trainer Jan-Werner Schmitz. Auch die spielerische Leistung stimmte. Der Aufsteiger sei sehr spielstark, ein Gegner auf Augenhöhe. „Da dürfen wir keinen deut nachlassen“, fordert Schmitz. Lars Büsing, Patrick Spilker und Rabia Khodr fehlen.

TSV Algesdorf – SG Letter 05 (So., 15 Uhr): Am fünften Spieltag bereits von einem Kellerduell zu sprechen, wäre etwas verfrüht. Dennoch benötigen beide sieglose Mannschaften einen Erfolg, um das Punktekonto aufzufüllen. „Wir wollen das Heimspiel gewinnen“, sagt TSV-Trainer Timo Nottebrock, der beim 0:0 beim SV Borussia Hannover eine kompakte Vorstellung ohne Gegentor gesehen hatte. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagt der Trainer, der mit der Einstellung seiner Spieler auch in den anderen Spielen zufrieden war. Die Algesdorfer wollen sich belohnen, den punktlosen Tabellenletzten aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Steffen Sölter steht wieder im Training.

TuS Garbsen – FC Stadthagen (So., 15 Uhr): FC-Trainer Oliver Nerge hat nach dem verdienten Erfolg gegen den SV Ramlingen-Ehlershausen II durchgeatmet: „Das war wichtig, wir kommen langsam ins Rollen.“ In Garbsen erwartet die Blauhemden ein Gegner, der seine Stärke in der Offensive hat. „Vielleicht liegt uns das. Aber es wird schwer“, sagt Nerge, der wieder auf Timo Kuhnert, Joscha Obst und Louis Tegt-meier zurückgreifen kann. Dafür fällt Paul-Otto Langner aus, hinter dem Einsatz von Nico Gutzeit steht ein dickes Fragezeichen.seb, uk




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