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Kabinett in Schleswig-Holstein segnet den Karrieresprung ab

Thomas Pfleiderer wird Generalstaatsanwalt

Bückeburg/Kiel (rd). Thomas Pfleiderer, der ehemalige Leitende Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Bückeburg, macht weiter Karriere. Zum 1. September wird er neuer Generalstaatsanwalt in Schleswig-Holstein und damit Dienstvorgesetzter aller Staatsanwälte in dem nördlichen Bundesland. Seit seinem Weggang aus Bückeburg im August 2008 war Pfleiderer Chef der Anklagebehörde in Hildesheim.

veröffentlicht am 22.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 08:41 Uhr

Die Personalie ist am Dienstag vom schwarz-gelben Kabinett in Kiel auf Vorschlag von Justizminister Emil Schmalfuß (parteilos) beschlossen worden. Pfleiderer (60) muss noch von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) ernannt werden. Und ist nach Presseberichten aus Schleswig-Holstein nicht unumstritten. Danach soll Pfleiderers FDP-Parteibuch ein ausschlaggebendes Moment gewesen sein. Was der Justizminister laut einem Bericht des „Hamburger Abendblattes“ aber dementierte. Pfleiderers Parteizugehörigkeit habe bei der Entscheidung keine Rolle gespielt, betonte Schmalfuß. Der Minister ist parteilos, kam aber auf FDP-Ticket ins Kabinett. Den Hinweis auf Pfleiderer als geeigneten Kandidaten habe er von seinem Staatssekretär Michael Dölp erhalten, sagte Schmalfuß. Bei solchen Entscheidungen gelte die Bestenauslese. Der Minister verwies auf langjährige Erfahrungen Pfleiderers, zum Beispiel als Leiter der Staatsanwaltschaften Hildesheim und Bückeburg sowie in der Generalbundesanwaltschaft. Pfleiderer hat Rechtswissenschaften unter anderem in Kiel studiert, wo er auch sein Referendariat gemacht hat.

Um den Posten des Generalstaatsanwalts in Schleswig hatten sich sechs Juristen beworben.




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