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Nach Unfall in Osterwald: Bergamt checkt offene Schächte und Stollen

Tiefe Löcher – alles sicher?

Rodenberg/Nenndorf (bab). Nach dem Unfall in Osterwald im Landkreis Hameln-Pyrmont (wir berichteten) wird das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) offene Schächte und Stollen untersuchen. Auch der Deister wird inspiziert. In Osterwald war Anfang Juli ein dreijähriger Junge bei einem Ausflug in einen 25 Meter tiefen Schacht gestürzt, weil die Öffnung nicht genügend abgesichert war.

veröffentlicht am 04.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 02:22 Uhr

„Wir suchen jetzt hauptsächlich nach Tagesöffnungen“, sagt Rochus Rieche, Referatsleiter für Gefahrenabwehr im LBEG. Tagesöffnungen sind Eingänge in Schächte und Stollen, die normalerweise abgedeckt oder mit Gittern verschlossen sind. Geprüft werde, ob die Verschlüsse manipulationssicher sind. In Osterwald hätten Lärchenstämme über dem Loch gelegen, in das der kleine Junge gestürzt war.

Anhand der Unterlagen weist der Referatsleiter in der Samtgemeinde Rodenberg 28 solcher Tagesöffnungen aus, darunter vier Schachteingänge. Auf Nenndorfer Gebiet liegen elf Öffnungen, zwei davon führen in Schächte.

Das LBEG will zusammen mit den zuständigen Forstverwaltungen den Deister und auch den Süntel kontrollieren. „Wir gehen nach Revieren vor“, sagt Rieche von der Bergaufsicht in Clausthal-Zellerfeld. Grundlage der Prüfung seien die vorliegenden Daten und Karten.

Auf Besucherbergwerke wie in Feggendorf werde das Unglück keine Auswirkungen haben. „Jährlich werden die Besucherbergwerke befahren“, sagt Rieche. Sie unterlägen den gleichen Regularien wie aktive Bergwerke. So sei eine regelmäßige Kontrolle gegeben. Auch die Tagesöffnungen würden zwar in Abständen überprüft, nach dem Unfall wolle das Landesamt für Bergbau nun aber eine Bestandsaufnahme machen.




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