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Zahl der Gäste und Übernachtungen steigt / Gute Perspektiven auch für das kommende Jahr

Tiefüberwunden: Kliniken sind gut ausgelastet

Bad Eilsen (sig). Es geht aufwärts mit den Kurgastzahlen undÜbernachtungen in Bad Eilsen. Und das nicht nur im Vorjahr, sondern auch 2006. Mit dieser positiven Botschaft wartete der 1. Vorsitzende des Kur- und Verkehrsvereins, Bernd Schönemann, in der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im Lesesaal des "Haus des Gastes" auf. Sollte die Entwicklung anhalten, könnte im kommenden Jahr die Grenze von 200 000 Übernachtungen erreicht und vielleicht sogar überschritten werden.

veröffentlicht am 15.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

Nach einer Zunahme von 6,5 Prozent waren Ende 2005 schon 185 465Übernachtungen gezählt worden. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres lag der Anstieg bei weiteren vier Prozent. Setzt er sich fort, käme der Kurort bis zum 31. Dezember auf 192 815Übernachtungen. Maßgeblichen Anteil an diesem Aufschwung hatten im Vorjahr das Rehazentrum (121 735) und die Bückeberg-Klinik (57 641). Sie melden eine gute Auslastung und sind auch 2006 die entscheidenden Säulen dieser Statistik. Die Zahl der Gäste, die sich 2005 in Bad Eilsen überwiegend zu Kurzwecken aufgehalten haben, lag bei 9946 und war damit um 5,2 Prozent höher als im Jahr davor. Im zu Ende gehenden Jahr ist die Grenze von 10 000 überschritten worden. Die allmähliche Erholung aus dem Tief nach den zahlreichen einschneidenden Reformen im Gesundheitswesen kommt nicht nur den Kliniken, Hotels und Pensionen zugute, sondern auch dem gesamten Geschäftsleben des Badeortes einschließlich der Kurtaxe, einer wichtigen Finanzierungsquelle für die Pflege der Kuranlagen. Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Schönemann lobte in diesem Zusammenhang auch die Arbeit der Touristikmanagerin Elke Dralle. Es sei ihrem Einsatz zu verdanken, dass Bad Eilsen durch das wachsende Angebot an attraktiven Veranstaltungen an Zugkraft gewinnt. Das Jahr 2006 habe so manchen Höhepunkt für das kulturelle und gesellschaftliche Leben des Ortes gebracht und dadurch viele zusätzliche Besucher angelockt. Die beiden Bauernmärkte, das Krokus-, das Musik- und das Rosenfest seien hier besonders zu nennen. Aber auch die Konzerte, Travestie- und Musicalgastspiele hätten, so Schönemann, viel Anklang gefunden. Das Programm für das nächste Halbjahr setze diese Erfolgsgeschichte fort. Seit April 2005 liegt die Vermietung des Kursaales und des Kurtheaters nicht mehr in den Händen des Rehazentrums, sondern in denen der Kurverwaltung. Das hat sich vorteilhaft ausgewirkt und zu einer Zunahme von Veranstaltungen in diesem Bereich geführt. Die dabei erzielten Einnahmen werden an das Rehazentrum abgeführt, das noch für die bauliche Unterhaltung, die Heizung und Gebäudeversicherung zuständig ist. Die Samtgemeinde Eilsen unterstützt die Gemeinde mit dem Bereitstellen von 10 000 Euro, die sie als Mitgesellschafter des Energieversorgers "E-on" als Sponsorenbeitrag erhält. Auch diese Summe wird zum Abdecken der Kosten an das Rehazentrum weitergereicht. Der Chef des Kur- und Verkehrsvereins kündigte an, dass er die Beteiligung an Messen zurücknehmen will und dafür Anzeigenwerbung bevorzugt, die er als Erfolg versprechender ansieht. Die Teilnahme an Messen sei mit einem nicht geringen Zeit- und Geldaufwand verbunden. Und personell ausgelastet sei die Kurverwaltung ohnehin. Der Bürgermeister von Bad Eilsen, Horst Rinne, gab eine umfassende Übersicht über die Planungen der Gemeinde. Darüber haben wir bereits in unserer Donnerstag-Ausgabe ausführlich berichtet. Er bezeichnete das Rehazentrum mit seinen Neubauten als eine der führenden Kliniken Norddeutschlands. Auch die Bückeberg-Klinik habe mit ihren Einrichtungen, dem klinischen Angebot und Service einen guten Ruf weit über die Region hinaus. Rinne lobte die Auslastung der beiden Kliniken, die weitüber 90 Prozent erreiche. Ein solches Ergebnis würde kein anderer Kurort vorweisen können. Soweit Zahlen dafür bekannt seien, lägen sie zwischen 60 und 70 Prozent. Die positive Situation von Bad Eilsen würde auch dadurch gekennzeichnet, so der Bürgermeister, dass der Ort nicht verschuldet sei. Das könnten längst nicht alle Heilbäder von sich behaupten.




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