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Tödlicher Motorradunfall - Berufung zurückgezogen

Bückeburg. Mit finsteren Mienen sitzen die Freunde des Opfers im Publikum.

veröffentlicht am 10.09.2013 um 12:17 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:41 Uhr

Bückeburg. Mit finsteren Mienen sitzen die Freunde des Opfers im Publikum. Was sie sehen, gefällt ihnen nicht: Der Mann, der die Schuld an einem tödlichen Unfall auf der Rusbender Straße trägt, hat Berufung gegen ein Urteil des Bückeburger Amtsgerichts eingelegt. Sechs Monate Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, 2000 Euro Geldbuße – damit ist der 22-Jährige nicht einverstanden. Verhandelt wird diesmal vor dem Landgericht Bückeburg. Erneut sind die Eltern des Opfers als Nebenkläger dabei. Aus ihrer Verbitterung darüber, dass der Angeklagte das erstinstanzliche Urteil angefochten hat, machen sie auch im zweiten Prozess keinen Hehl. Es geht um fahrlässige Tötung. Gleich zu Beginn deutet Richter Dr. Jens Rass an, dass die Erfolgsaussichten der Berufung nicht allzu groß sind. Den Grad der Fahrlässigkeit sieht er im mittleren Bereich – genau wie das Gericht in erster Instanz. Nach einer Pause zieht der Angeklagte sein Rechtsmittel zurück. Rass begrüßt dies. „Jetzt kann Rechtsfrieden einkehren“, sagt er. Allen Beteiligten bleibt ein Prozess erspart, in dem es wiederum keine Gewinner gegeben hätte.




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