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Neues von der Grover Straße: Messpegel aufgestellt / Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren

„Torf stand immer unter Wasser“

Rodenberg (kle). Nicht nur in der Baugrube an der Grover Straße in Rodenberg hat sich inzwischen so einiges getan. Auch „drumherum“ haben sich seit Ende November einige Veränderungen und neue Erkenntnisse ergeben.

veröffentlicht am 14.12.2012 um 19:44 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:22 Uhr

Damals waren Landkreis, Bauherr und eine Interessengemeinschaft mehrerer Anwohner zusammengekommen, weil die IG eine ganz bestimmte Befürchtung umtreibt: Wegen der Absenkung des Grundwassers könne die für die Rodenberger Aue typische Torfschicht im Boden austrocknen und irgendwann nachsacken – samt der darauf stehenden Häuser. Auf Empfehlung der Unteren Wasserbehörde ließ Bauherr Ralf Schubart deshalb in bestimmten Abständen um das Gelände herum sogenannte Peilbrunnen aufstellen – Messpegel, an denen sich der Grundwasserspiegel ablesen lässt, und die regelmäßig von einer Sachverständigen kontrolliert werden. Daraus habe sich gezeigt, so Schubart, dass die Torfschicht in dem Gebiet um die Baugrube herum nicht von der Grundwasserabsenkung betroffen sei. Die Befürchtungen der IG seien demnach unbegründet.

Das natürliche Grundwasserniveau liege in der betreffenden Gegend bei etwa 1,70 bis zwei Metern Tiefe. In der Baugrube selbst sei dieser Pegel zwar für die nötige Zeit auf circa 3,60 Meter abgesenkt worden, auf den umliegenden Geländen, wo auch die Pegel angebracht sind, habe der Stand nie tiefer als 2,10 bis 2,30 Meter gelegen. „Torfhaltige Schichten beginnen erst zwischen 2,50 und vier Metern unter Gelände, der Torf im Untergrund wurde also nicht trockengelegt, er stand immer unter Wasser.“

Darüber hinaus hatten sich die Beteiligten Ende November darauf verständigt, dass Schubart einen Gutachter bestellt, der eine Bestandsaufnahme der umstehenden Häuser macht und bestehende Schäden wie Risse aufnimmt, um diese von möglichen neuen Schäden zu unterscheiden. Bislang habe diese Untersuchung auch nichts Negatives ergeben, so Schubart. „Zwar gab es von einer Familie immer wieder Hinweise auf neue Risse“, die Gutachterin konnte das aber nie bestätigen.

Trotz der bisherigen Verzögerungen ist geplant, das Kellergeschoss noch vor Heilig Abend fertigzubekommen, „um die angespannte Situation erst einmal zu beenden“. Die Baufirma arbeite deshalb mit Hochdruck. Bereits jetzt sei der Grundwasserspiegel auf dem Baugelände schon auf 80 Zentimeter unter Normalstandard angehoben worden, ab kommendem Freitag sollen die Pumpen wenn möglich komplett abgestellt werden.




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