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„Little Jazz“-Dämmerschoppen überzeugt mit Star-Trompeter Gary Winters

Tosender Applaus für brilliantes Septett

Bückeburg. „Dämmerschoppen“ mit dem Duo „Little Jazz“ alias Helmut Rinne (Saxophon/Klarinette, Gesang) und Christoph von Storch (Gitarre) in „Sümenings Tenne“, das bedeutet immer volles Haus.

veröffentlicht am 24.02.2016 um 12:10 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:22 Uhr

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Und so war die große Diele des von der Knatenser Bürgervereinigung betriebenen Bürgergemeinschaftshauses auch bei der jüngsten Ausgabe der Veranstaltungsreihe einmal mehr bis buchstäblich auf den letzten Platz gefüllt. Mehr noch: Der Besucherandrang war sogar dermaßen groß, dass sich etliche Zuhörer den ganzen Abend über mit einem Stehplatz begnügen mussten. Was diese aber klaglos hinnahmen, denn erwartungsgemäß lieferten die beiden Musiker gemeinsam mit den anderen fünf Instrumentalisten, die sie zur Unterstützung mitgebracht hatten, hundertprozentig ab.

Angefangen bei der stimmigen Auswahl der präsentierten Songs – darunter Jazz-, Blues- und Boogie Woogie-Klassiker aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und den 1950er Jahren - bis hin zu der Virtuosität und Spielfreude, mit der sie die einzelnen Titel interpretierten. Und dies mitzuerleben, zählte mehr als ein Sitzplatz.

Absolut genial war etwa das von dem niederländischen Schlagzeuger Jerômé Cardynaals und dem Bückeburger Kontrabassisten Martin „Wunz“ Hohmeier intonierte Jazz-Stück „Big Noise From Winnetka“ (Bob Haggart und Ray Bauduc). Dabei bearbeitete Cardynaals mit seinen Trommelstöcken nicht nur alle möglichen Teile seines Drum-Sets, sondern auch die Saiten von Hohmeiers Kontrabass, während Hohmeier dies als Einladung verstand und spontan aus Cardynaals HiHat-Becken mit der bloßen Hand ein paar passende perkussive Töne herausholte. Zu Recht belohnte das Publikum nicht nur diese Darbietung mit einem tosenden Applaus.

Apropos Musiker: Mit dabei waren an diesem Abend noch der ebenfalls in den Niederlanden beheimatete Posaunist Bart Brouwer, der Pianist Stephan Winkelhake und der mittlerweile in Neustadt am Rübenberge lebende us-amerikanische Trompeter Gary Winters, der schon mit Weltstars wie Aretha Franklin und den Temptations auf der Bühne gestanden hat. In „Sümenings Tenne“ begeisterten Winters und Winkelhake nicht zuletzt dadurch, dass sie als Duo den Louis Armstrong-Welthit „What A Wonderful World“ zum Besten gaben – bereichert um aus dem Bauch heraus improvisierte Soli. Der Wahl-Neustädter hatte zudem einen Song aus seiner alten Heimat im Gepäck, den er singenderweise präsentierte – und zwar den bereits im Jahre 1858 von Steven Foster geschriebenen Titel „My Old Kentucky Home“.




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