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Noch eine Feier: 100 Jahre TuS Concordia Hülsede / Bunter Festumzug und Spieleparcours

Traum von neuer Halle geht in Erfüllung

Hülsede (nah). Die Samtgemeinde Rodenberg macht dem TuS Concordia Hülsede zum 100-jährigen Vereinsbestehen das größte Geschenk. Der „Traum von einer neuen Sporthalle“ (Präsident Karl-Heinz Wellhausen) geht in Erfüllung. „Baubeginn ist noch in diesem Jahr“, versprach Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann unter frenetischem Beifall beim Jubiläumskommers: „Nach dieser Feier wollen wir zur Tat schreiten.“

veröffentlicht am 04.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:22 Uhr

Die Concorden haben mit der Gemeinde gemeinsame Sache gemacht: Deren urkundliche Erwähnung vor 950 Jahren fiel mit dem 100. Gründungstag zusammen. „Ein gemeinsames Fest hat mehr Vorteile als Nachteile“, entschied Wellhausen und steuerte mit seinem Verein Zutaten zum großen Hülseder Festwochenende bei: Der Feierstunde folgte ein farbenfroher Umzug mit etlichen dekorierten Festwagen und ein vor allem für Kinder ereignisreicher Spieleparcours.

Zuvor hatten Jürgen Hachfeld und Herbert Wehrhahn schlaglichtartig das Werden des hiesigen Sportgeschehens erläutert – mitsamt den heute eher kuriosen Voraussetzungen: Je nach Wetterlage wartete auf verschwitzte Fußballer die „Zinkwanne im Hof oder die Waschküche des Vereinslokals“. Fahrten zu Auswärtsspielen sorgten für die Gleichung: „Elf Spieler und ein Betreuer sind sechs Fahrräder.“ Überhaupt sei Hülsede einst Fußballhochburg gewesen: Die Concorden errangen die allererste und die letzte Meisterschaft im Altkreis Springe.

Wellhausen verwies auf das weitere Angebot im Verein: Tischtennis, Prellball, Aerobic, Gymnastik, Ski und Wandern. „Wir sind auf einem guten Weg“, dankte er Betreuern und wandte sich dem Wunsch nach einer neuen Halle zu: „Das würde unseren Sport doch sehr beleben.“

Originelle Fuhren: Etliche Festwagen reihten sich in den großen Umzug ein. Fotos: nah

„Die Halle kommt“, versprach Heilmann und nannte auch das vorgesehene Maß: Mit 15 mal 27 Metern werde das Gebäude deutlich größer sein als das jetzige mit zehn mal 15 Metern. Gemeinsam mit dem benachbarten TSV Germania Pohle, der die Halle künftig ebenfalls nutzen könne, solle ein „vernünftiges Konzept“ erstellt werden. „Alles geht weg aus den Orten. Wir wollen gemeinsam einen neuen Mittelpunkt schaffen“, forderte er die Vereine zur Mitarbeit auf.

„Mit einer neuen Halle kann ich nicht aufwarten“, beschied Karl-Heinz Thum für Landes- und Kreissportbund die Anwesenden. Dafür gab es jedoch eine Ehrenurkunde. Die Fachbereiche Fußball und Ski warteten mit Plakette und „silberner Skispitze“ auf. Thum wie zuvor auch Hülsedes Bürgermeister Herbert Weibels lobten den TuS für die Organisation der kürzlich in Lauenau organisierten Deutschen Meisterschaften der Prellballjugend.

Anlässlich seines Jubiläums stiftete der TuS dem Dorfgemeinschaftshaus eine wanddeckende Ansicht Hülsedes. Mit einem Bild im kleineren Format wurde Ehrenmitglied Friedel Möhling bedacht, der auf inzwischen 70 Vereinsjahre zurückblickt. Möhling nahm beim anschließenden Festumzug in einer Kutsche gemeinsam mit Senior Walter Strohwald und mit Marga Copey Platz. Auch diese ist ein TuS-Urgestein: Seit 42 Jahren betreut sie die Gymnastikdamen.




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