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„Traurige Monate vor uns“

Bergbad-Fans bedauern Ende der Saison

veröffentlicht am 17.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:21 Uhr

Bückeburg. Mit Sonne ging es los, mit Sonne hörte es auf: So wie die Bergbad-Saison am 5. Mai begann, so endete sie jetzt auch – ganz entgegen der reichlich deprimierenden Vorhersage mit geradezu sommerlicher Witterung. So als wolle der Wettergott die Schlechtwetterphasen im Juni und in der letzten Woche auf einen Schlag wiedergutmachen, ließ er einmal noch eine warme Spätsommersonne über dem Schwimmerbecken erstrahlen, was nicht wenige Badegäste zu einem letzten Ausflug in das erfrischende Nass von Sport- und Nichtschwimmerbecken nutzten. Auch letzte Sonnenanbeter wurden zu mittäglicher Stunde auf den Liegestühlen am Sportbecken und sogar auf der Liegewiese darüber gesichtet.

Das Bäder-Team versorgte die Schar der Bergbadgäste wie in den Vorjahren mit Gegrilltem und diversen heißen und kalten Getränken. Die Badegäste ergänzten das kulinarische Angebot durch mitgebrachte Kuchen und diverse andere gebackene Leckereien. Neben aller Fröhlichkeit über die letzten Sonnenstrahlen überwog bei den meisten doch die Wehmut darüber, dass die vier schönsten Monate des Jahres schon wieder vorbei sind. „Acht traurige Monate ohne Freibad liegen vor uns“, verkündete mit Ralph Seeger, einer der glühendsten Bergbad-Fans, auf Facebook, nachdem er sich mit seinen beiden Töchtern Finja und Vivika noch einmal auf und rund um den Sprungturm ausgetobt hatte. Und Betriebsleiter Erik Rechenberg konnte sich eines Schmunzelns nicht erwehren, als ihm ein Frühschwimmer schrieb: „Unser’ alljährlich’ Depression gib uns Sonntag: Die Saison endet.“

Den Termin des Abschwimmens nutzte der Bäder-Betriebsleiter, um sich bei der DLRG Bückeburg für die reibungslose Zusammenarbeit zu bedanken. Wie in jedem Jahr hatten die Rettungsschwimmer das Bäder-Team an besonders heißen und besucherstarken Tagen bei der Schwimmaufsicht unterstützt. Beim traditionellen Gruppenfoto unterm Sprungturm und dem anschließenden gemütlichen Beisammensein am Grill dürften die DLRG-Mitglieder allerdings in diesem Jahr mit einem Auge stets in Richtung des alten Umkleidetrakts geschielt haben, auf dem in Kürze die Bauarbeiten zu ihrem neuen Vereinsheim beginnen. Dort ist der Abriss bis auf die nördliche Außenmauer weitestgehend abgeschlossen. Diese musste bislang stehen bleiben, da sie einen Teil der Umzäunung des Bergbads bildet und ohne sie die Badegäste während der Saison freien Zutritt aufs Gelände erhalten hätten.

Am Donnerstag dieser Woche rücken nun die Bagger an, um dem verbliebenen Rest des alten Gebäudetrakts endgültig den Garaus zu machen. Wie der DLRG-Vorsitzende Ortwin Kreft bereits vor einigen Wochen mitgeteilt hatte, soll direkt im Anschluss an die letzten Abrissarbeiten mit dem Neubau des zukünftigen Vereinsdomizils begonnen werden, um noch so viel Zeit wie möglich vor Beginn der Schlechtwetterphase zu nutzen. jp

Noch einmal austoben: Ralph Seeger aus Bückeburg mit seinen beiden Töchtern Finja (10) und Vivika (7). jp




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