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Petzer Sperre hat sich nach Ansicht des SPD-Umweltexperten Wolfhard Müller bewährt – jetzt will er mehr

Treckersperre: Ein Modell auch für die Niederung?

Bückeburg (rc). Die erste Treckersperre der Stadt Bückeburg funktioniert und erfüllt ihren Zweck: nämlich dass Autofahrer, die die Verlängerung der Straße „Pfahlwinkel im Bückeburger Ortsteil Petzen nicht befahren dürfen, dort auch nicht mehr lang fahren können. Denn sonst würden sie sich an dem massiven Betonpoller die Frontschürze ab- oder die Ölwanne aufreißen. Landwirte kommen mit ihren Treckern auf ihren Wegen zu ihren Feldern aufgrund der höheren Bodenfreiheit ihrer Gefährte gefahr- und beschädigungslos über den Poller, ebenso Radfahrer, die eine der freien Fahrspuren wählen können.

veröffentlicht am 28.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 07:41 Uhr

Aufgebaut hat die Sperre der Bauhof. Die Initiative kam vom SPD-Ratsherr Wolfhard Müller, der sich – nicht ganz uneigennützig – immer wieder über zu schnell fahrende Autos beschwert hatte, die den Weg als willkommene Abkürzung zwischen Petzen und Röcke genommen haben.

Die ersten seiner Ansicht nach guten Erfahrungen sind für den Umweltexperten jetzt der Anlass, auch für die Bückeburger Niederung den Bau von Treckersperren zu fordern. Auch hier werden Wirtschaftswege wie insbesondere Heidornweg oder aber Bruch- und Schäferstraße von ortskundigen Autofahrern als willkommene Abkürzung zwischen Petzen und Meinsen oder aber Scheie und Nordholz genutzt. Seit Jahren gibt es Klagen, dass das Verkehrsaufkommen in dem als Natur- und Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Gebiet zu hoch ist. Seit Jahren hat sich aber auch nichts getan. Der SPD-Umweltexperte und „Mr. Niederung“: „Mit Treckersperren würden wir eine erhebliche Verkehrsberuhigung hereinbekommen.“

Nach seinen Vorstellungen dürfen die Treckersperren nur in enger Abstimmung mit den Landwirten errichtet werden, die in der Niederung noch ihre Wiesen haben und diese bewirtschaften. Diese Landwirte sind nach den Beobachtungen Müllers immer weniger geworden, denn immer mehr Flächen werden von der öffentlichen Hand aufgekauft und naturnah hergerichtet, etwa mit flachen Gewässern oder durch die Öffnung eines alten Aue-Altarms. Vorstellbar wäre für Müller, etwa in der Mitte des Heidornwegs eine solche Treckersperre zu platzieren. Wenn dort weniger Verkehr entlangfließen würde, würde dies auch die Lebensdauer des ohnehin maroden Heidornwegs verlängern.

Eine zweite Treckersperre könnte nach Ansicht Müllers im Bereich der Schäferstraße in Richtung Nordholz errichtet werden. Damit könnte gleichzeitig verhindert werden, dass Gräben und Randstreifen der Straßen und Wege als illegale Grünschnittdeponie missbraucht werden.




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