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„Einzig wirksame Lösung“ rund um L 372

Trotz einiger Bauchschmerzen: Kreisel kommt

Niedernwöhren (jpw). Der Kreisel auf der Landesstraße 372 in Horsthöfe wird gebaut. Mit großer Mehrheit hat sich der Rat der Gemeinde Niedernwöhren als „einzig wirksame Lösung“, zur Verkehrsberuhigung, des gefahrlosen Einbiegens und der Anbindung des geplanten Verbrauchermarktes dafür ausgesprochen – trotz der „Bauchschmerzen“ angesichts von Kosten in Höhe von rund 340 000 Euro für die Gemeindekasse.

veröffentlicht am 23.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 15:42 Uhr

„Wir haben zwar Bauchschmerzen, aber ich bin mir sicher, dass es die richtige Entscheidung ist.“ Bürgermeister Klaus Seehausen (SPD) hatte zu Beginn der Sitzung ein „heißes Thema bei tropischen Temperaturen“ angekündigt.

Er schilderte zunächst die rund 15 Jahre währenden Bemühungen der Gemeinde, in vielen Gesprächen mit den Behörden für den zunehmenden Verkehr auf der Landesstraße 372 eine Lösung zu finden. Als „einzig wirksame Lösung“ zur Verkehrsberuhigung, für das gefahrlose Einbiegen in die L 372 und der Anbindung des geplanten Verbrauchermarktes östlich der Landesstraße 372 habe sich schließlich „die Anlage eines Kreisverkehrsplatzes“ herauskristallisiert.

Arne Liebrecht sprach von einer „sinnvollen Investition in die Zukunft“ Andreas Knake (CDU) gab zu bedenken, dass aus seiner Sicht „nie über alternative Lösungen nachgedacht“ worden sei. Er bezweifelte die Wirksamkeit von Verkehrsberuhigung am Ortsrand für den Ortskern. Für die Dorferneuerung werde viel Geld verschenkt. „Jeder von uns fährt da durch“, entgegnete ihm Thomas Buchmann (SPD). Dadurch, dass dort inzwischen die „geschäftliche Ortsmitte“ entstanden sei, gebe es keine andere Chance.

Von einer „ausgesprochen mutigen Entscheidung zu diesem Zeitpunkt“ angesichts bevorstehender Investitionen für die zweite Spielfläche und für die Dorferneuerung sprach Günther Fließ (SPD). Ursprünglich sei er davon ausgegangen, dass auf die Gemeinde nur ein Drittel der Kosten zukommen würden.

Nach der Absage des Landes, sich an den Kosten zu beteiligen, hat die Gemeinde noch rund 339 000 Euro zu tragen. Seehausen hofft auf Zuschüsse und Beteiligungen vom Landkreis, der Samtgemeinde Niedernwöhren und der Gemeinde Meerbeck. Diese habe, so teilte der Bürgermeister mit, 50 000 Euro unter der Voraussetzung in Aussicht gestellt, dass sich die Gemeinde Niedernwöhren im Gegenzug an der Sanierung der Feldstraße beteilige. „Dazu müssen uns aber erstmal absolute Zahlen vorliegen“, sagte Seehausen.

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