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Wolfgang Wickleins Gitarrenschüler beweisen Talent / Buntes Programm

Trotz Lampenfieber die Zuhörer mit vielseitiger Gitarrenmusik verzaubert

Bückeburg. Es gibt Konzerte, die von eigener Magie geprägt sind. Die Auftritte von Wolfgang Wickleins Gitarrenschülern gehören sicherlich dazu. Das hat sich am Montagabend in der Musikschule Schaumburger Märchensänger bestätigt. Ohne große Ankündigung war das kurzweilige Vorspiel recht gut besucht und bereitete Verwandten, externen Hörern und - abgesehen vom Lampenfieber - Interpreten gleichermaßen F reude.

veröffentlicht am 10.07.2008 um 00:00 Uhr

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Zunächst gaben bei der musikalischen Reise durch vier Jahrhunderte Maximilian und Martin, der gerade sein Abi bestanden hat, konzentriert und einfühlungsreich Renaissanceklänge von Dowland zum Besten. Der um einige Jahre jüngere Felix blieb der Rennaissance treu und entwickelte geläufig eine Pavone aus Spanien und ein ansprechendes Menuett von Bach-Freund Weiß. Oberstüfler Matthias fiel längenmäßig mit Bachs fünfsätziger Cello-Suite aus dem Rahmen, die Wickleins Meinung nach ein absoluter Schatz für die Gitarre und nicht für das Cello sei. In der Handhabung des Solisten kamen bis zum Schluss auch kleine Anschlagsnuancen gut zum Vorschein. Die von Wicklein angekündigte lustige "Chaoten- gruppe", nämlich Johanna, Jana und Caroline, wartete samt Lehrer mit einer lebendig artikulierten "Suite im Barock" auf, um anschließend die Kollegen Nico und Kevin auf ansprechende Art ein Andante des spanischen Romantikers Sor sowie - in netter Version - "Horch, was kommt von draußen rein" zupfen zu lassen. Thea, Lisa und Andreas stellten sich fingerfertig mit Greensleeves und dem zündenden Jägermarsch vor und räumten danach ihren Platz für den aus Lindhorst "importierten" Christoph. Dieser und das Publikum fühlten sich bei der mit Farbvaleurs gespickten Darbietung vom impressionistisch geprägten Stück "Melancholie" aus Frankreich sehr wohl. Stipendiat Thorben war ebenfalls ein "Import", aber aus Rinteln. Was auf sechs Saiten möglich ist, wenn man nach neuen Ausdrucksformen tastet, bewies er mit Browers "drummigen" Elegien, in denen er demonstrierte, dass seine Musik auch aus dem Bauch kommt. Am Ende der kurzweiligen Auftritte zeigten sich Lehrherr und fünf Schüler nochmal von ihrer Schokoladenseite, indem sie in einem Medley den Zauber von Irish Folk verbreiteten und dann das rhythmische Empfinden in einer rasanten Hommage auf den Europameister Spanien unter Beweis stellten.




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