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Jede Menge Anerkennung ausgesprochen

TuSG Rolfshagen: Ideen, Qualität und engagierte Mitstreiter

ROLFSHAGEN. Wenn man bei der Jahreshauptversammlung der TuSG Rolfshagen die Ohren spitzt, dann bekommt man so eine Idee davon, wie es möglich sein kann, dass ehrenamtlich Aktive ein derart beeindruckend breites Sportangebot für die Bewohner ihres eigentlich doch recht kleinen Ortes auf die Beine zu stellen vermögen.

veröffentlicht am 13.03.2018 um 14:58 Uhr
aktualisiert am 13.03.2018 um 15:50 Uhr

Ein Dankeschön für ihren besonderen Einsatz überreichte TuSG-Vorsitzende Bettina Teich (M.) an Renate Hahne (li.) und Inge Brehmeier (re.). Foto: cm
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Claudia Masthoff Reporterin
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Als Erstes fällt auf, dass die Gemeinschaft von einer Vorsitzenden geleitet wird, die den Wert von sportlicher Betätigung überzeugend darlegen kann. „Sport macht nachweislich glücklich, reduziert Stress, macht selbstbewusster, trainiert das Gehirn, lindert Angst, macht produktiv, sorgt für Erholung und ganz wichtig: Sport verbindet“, stellt Bettina Teich in ihrem Jahresbericht fest.

Und dann gibt es da noch, und die müssen wohl besonders wichtig sein, drei Begriffe, die in den Redebeiträgen immer wieder auftauchen: „Qualität“, „Gute Ideen“ und „Engagierte Mitstreiter“. Diese drei Säulen scheinen der eigentliche Schlüssel zum Erfolg der TuSG zu sein.

„Um auf dem Markt der Sportangebote mithalten zu können, muss man sich beständig um Qualifizierung und Fortbildung bei den Übungsleiter/innen kümmern“, erklärt die Vorsitzende. „Die Menschen erwarten heute, dass ihre Anleiterinnen und Anleiter das Training nach dem neuesten Stand der Sportwissenschaften aufbauen, dass sie über Hintergrundwissen im körperlichen und gesundheitlichen Bereich verfügen und dass sie immer wieder neue, anregende Methoden einbringen können.“ Um qualitativ Hochwertiges komme man auch bei Anschaffungen nicht herum, ergänzt Teich. „Für den Eigengebrauch zu Hause ist es natürlich jedem unbenommen, sich, sagen wir mal, ein kleines Trampolin aus dem Supermarkt zu kaufen. Aber für uns als Verein, mit der Verantwortung für die Sicherheit unserer Teilnehmer und dem Wunsch, dass Geräte eine möglichst lange Lebensdauer haben sollen, kommt eigentlich immer nur die ‚Mercedes‘-Ausführung bei den Sportgeräten infrage.“ Das alles habe seinen Preis und sei doch gleichzeitig die beste Investition, in die die Einnahmen eines Sportvereins fließen könnten.

Markus und Michaela Aldag (re.) gehören zu den ganz besonders engagierten Mitgliedern der TuSG. Dafür gab es dieses Jahr eine kleine Anerkennung, überreicht von Schriftführerin Carina Heine (2. v. li.) und Bettina Teich. Foto: cm
  • Markus und Michaela Aldag (re.) gehören zu den ganz besonders engagierten Mitgliedern der TuSG. Dafür gab es dieses Jahr eine kleine Anerkennung, überreicht von Schriftführerin Carina Heine (2. v. li.) und Bettina Teich. Foto: cm
Hanna Sutmar (li.) und Natalie Heine durften sich über eine kleine Anerkennung für ihr Engagement freuen. Foto: cm
  • Hanna Sutmar (li.) und Natalie Heine durften sich über eine kleine Anerkennung für ihr Engagement freuen. Foto: cm

Andere Dinge, wie Säule Nummer 2, „Gute Ideen“, sind mit Geld nicht zu kaufen. Sie kommen von allein und überraschen mitunter selbst diejenigen, in deren Geist sie auftauchen. So ein Paradebeispiel für eine Superidee ist der Gedanke, der Alexandra Petersen 2016 kam. Sie wusste als Ehefrau eines fußballbegeisterten Mannes, der mit zunehmender beruflicher Verantwortung seinem Hobby nicht mehr nachgehen konnte, dass es Menschen gibt, die gern Fußball spielen würden, das Ganze aber ohne große Verpflichtung und ohne ehrgeizige Ziele. Just for fun! Nach einem schleppenden Beginn („Anfangs waren wir manchmal nur zu viert auf dem Feld.“) hat sich die so entstandene Hobbyfußballgruppe zu einem echten Selbstläufer entwickelt.

„Wir sind jetzt 20 Leute und haben sogar einige jugendliche Teilnehmer aus der Altersgruppe, die man in Sportvereinen häufig vergeblich sucht, dazugewinnen können“, so Petersen stolz.

„Engagierte Mitstreiter“, die dritte Säule, sind vermutlich die allerwichtigste Zutat für den Erfolg eines Vereins. Die TuSG scheint in der glücklichen Lage zu sein, über eine besonders große Anzahl solcher Menschen zu verfügen. Ein besonderes Dankeschön ging in diesem Jahr an Renate Hahne und Inge Brehmeier, die mit ihren Gymnastikdamen nicht nur turnen, sondern auch kochen und Fahrten unternehmen, und die, wann immer praktische Unterstützung gebraucht wird, sofort bereit sind einzuspringen.

Auch Michaela Aldag, die Unermüdliche, der „Sportmotor“, stets auf der Suche nach neuen Trends und nach passenden Übungsleitern, wurde geehrt.

Ein weiteres Dankeschön erhielt ihr Ehemann Markus Aldag, der als Kassenwart sicher viele Stunden seines Lebens in den Dienst des Sportvereins stellt.

Und auch der Einsatz der jüngeren Generation wurde gewürdigt. Natalie Heine und Hanna Sutmar stehen beispielhaft dafür, dass es bei der TuSG Rolfshagen auch in Zukunft Menschen geben wird, die bereit sind, „ihren“ Verein mit hohem persönlichem Engagement zu unterstützen. Hut ab, für so viel Gemeinschaftssinn.




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