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Grothe und Heinz Pieper präsentieren "Drachen bauen - einmal anders" / Spannstab im Ohr

TV-Star "Rabe Rudi" Gast bei Drachenbauern

Bückeburg (bus). "Drachen bauen - einmal ganz anders", hat jetzt zweimal auf dem Programm der Ferienpass-Aktion gestanden. Das vom international renommierten Experten Heinz Pieper betreute Angebot richtete sich an Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren. Dass sich in den Räumen der Rohstoff GmbH Grothe, die dem nicht ganz billigen Vergnügen nicht nur Räumlichkeiten sondern auch ein finanzielles Scherflein zur Verfügung stellte, an beiden Tagen überwiegend männliche Bastler und Piloten einfanden, lag wohl in der Natur der Sache begründet. "Auch bei den Erwachsenen sind ganz wenig Frauen zu finden, die sich für dieses faszinierende Metier begeistern", sagte Pieper.

veröffentlicht am 03.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:22 Uhr

Die Geschichte der (Flug-)Drachen reicht beinahe soweit zurück wie die der feuerspeienden Ungetüme gleichen Namens. "Zunächst waren sie nur das Spielzeug reicher Leute", erklärte der Experte. Mit der Erfindung des Papiers ging eine erhebliche Verbilligung der Herstellung einher. Kaufleute aus dem Umfeld Marco Polos brachten die Fluggeräte im 13. Jahrhundert aus ihrem asiatischen Ursprungsgebiet nach Europa. Etwa 600 Jahre darauf entdeckten europäische und amerikanische Tüftler den Drachen als Arbeitsmittel. Benjamin Franklins Experimente zur Erforschung der Blitze erfolgten mit Hilfe von Drachen; Guglielmo Marconi, der Begründer des drahtlosen Nachrichtenverkehrs, benutzte sie, um Antennen in die Lüfte tragen zu lassen. Vor dem Bau der ersten Flugzeuge experimentierten deren Erfinder allesamt mit Drachen. Heute erfreuen sie Jung und Alt als phantasievolles Spielzeug und reizvolles Sportgerät gleichermaßen. "Aber die Geschichte des Drachens ist noch keineswegs an ihrem Ende angelangt", merkte Pieper an. Die Entwicklung gehe ständig weiter, so dass man stets auf neue ausgefallene und phantastische Fluggebilde gespannt bleiben könne. Bei der Ferienpass-Aktion war vor allen Dingen ein Modell gefragt, das sich an dem "Raben Rudi" aus der TV-Serie "Siebenstein" orientierte. Pieper hatte dem Fernsehstar im Vorfeld der Bastelstunden bereits ein wenig auf die Vogelbeine geholfen. Die Fertigstellung erfolgte unter Zuhilfenahme von Schablonen; Augen und Nase wurden aufgeklebt, die Füße per Nähmaschine am Rumpf befestigt. Ein Spannstab zwischen die Flügel, einen zum Ohrensteifhalten in die Rabenhorcher, Kordel an die Plauze - und schon konnte es zum Probefliegen auf den Grotheschen Betriebshof gehen. Heinz Pieper teilte mit, dass die Ferienpass-Bastler am Sonnabend, 16. September, Gelegenheit zu einem Gemeinschaftsflug haben. An diesem Tag (Beginn 14 Uhr) veranstaltet das Haus des Kindes im Rahmen seiner Jubiläumsfestwoche ein Drachenfest auf dem Gelände des Segelsportvereins Bückeburg-Weinberg. Darüber hinaus gab der Spezialist bekannt, dass er weiterhin auf der Suche nach historischen Drachen und Drachenbüchern ist. Wer über Vorlagen oder Modelle verfügt, kann Pieper unter der Telefonnummer (0 57 22) 24 343 erreichen.




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