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Einsturzgefahr beseitigt: 100-Meter-Abschnitt der Palaismauer ist saniert / 100 000 Euro investiert

Umfriedung steht wieder auf sicheren Füßen

Bückeburg (thm). Sanierung abgeschlossen und gelungen: Mit einem Kostenaufwand von 100 000 Euro haben die Dr.-Kurt-Blindow-Schulen einen annähernd 100 Meter langen Abschnitt der Palaisgartenmaurer an der unteren Birkenallee instand gesetzt.

veröffentlicht am 08.07.2008 um 00:00 Uhr

"Das kann sich wirklich sehen lassen", lobten Blindow-Geschäftsführer Siegfried Groth und Baubereichsleiter Karlheinz Soppe das Ergebnis der etwa halbjährigen Arbeit, für die Projektleiterin Anika Melching und ihr Chef, Dipl.-Ingenieur Volker Wehmeyer, verantwortlich zeichneten. Beteiligt waren auch andere: Der Steinmetzbetrieb Meier vom Krainhäger Weg in Obernkirchen war für die Restaurierung der mehrere Meter hohen Sandsteinsäulen zuständig, der Metallbauspezialist Haber und Brandner aus Regensburg brachte die mehr als mannshohen und üppig verzierten Gitter wieder in Schuss. Der Zahn der Zeit hatte sehr an Mauer und Zaun genagt. Auftraggeber und Bauherr des Palais war Fürst Adolf Georg (1817-1893). In seinem Todesjahr begannen die Arbeiten an dem Großprojekt, einem umfangreichen Komplex mit repräsentativem Wohnhaus, Orangerie und - erst 2004 wieder hergerichteten und öffentlich zugänglichen - Park im englischen Landschaftsgartenstil. Kein Wunder, wenn nach mehr als 110 Jahren, in denen Wind und Wetter auf Obernkirchener Sandstein und Eisen einwirken konnten, gerade an denÜbergängen von Sandstein auf Metall schlicht Rost für abplatzendes Gestein und tiefe Risse sorgte - so sehr, dass mancher Pfeiler nur noch auf der Hälfte seiner Grundfläche stand. Fehlende Stücke haben die Experten aus Obernkirchen durch Einsetzen von neuem Sandstein ersetzt, noch vorhandene (und verwendbare) Bruchstücke bauten sie an ihrem alten Platz wieder ein. Großen Aufwand mussten auch die Fachleute von der Donau betreiben, um das reich verzierte Schmuckgitter wieder herzustellen. Nach anfänglicher Sandstrahlkur waren zunächst die Schmiedekünste der Regensburger Restauratoren gefragt, die Zerbröseltes neu anfertigen und am ursprünglichen Platz anschweißen mussten. Anschließend wurden drei Schichten Zwei-Komponenten-Farbe auf das Gitter auftragen. "Damit sollten wir für die nächsten 100 Jahre Ruhe haben", ist Groth sich des Erfolgs der Arbeit sicher.




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