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Heinecke & Klaproth berichtet CDU-Mittelständlern, wie man die Wirtschaftskrise gemeistert hat

Umsatz deutlich über dem Niveau des Vorjahres

Bückeburg (rd). Ein sehr altes Unternehmen mit moderner Technik und Anspruch auf höchste Qualität: Dieses trifft auf die Firma Heinecke & Klaproth zu, die ihren Firmensitz an der Kurt-Rabe-Straße hat. Die Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU hat sich dort jetzt erkundigt, wie das Unternehmen durch die Weltwirtschaftskrise gekommen ist.

veröffentlicht am 22.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 18:21 Uhr

Der Betrieb ist auf die Fertigung von Hosen spezialisiert und hat sich erstmals im Jahr 1971 auf einer Fachmesse die Marke „mobil elasto“ vorgestellt. Anzüge und Sakkos nahm die GmbH & Co. KG 2003 in ihr Programm mit auf. Im Jahre 2004 wurde dann aus „mobil elasto“ das Modelabel und Markenzeichen „mobil elasto new style“ (m.e.n.s.). Im Bückeburger Stammhaus werden derzeit pro Tag 500 Hosen produziert. Heinecke & Klaproth litt, wie auch die Konkurrenten, unter der sogenannten Wirtschaftskrise, ist aber derzeit mit dem Umsatz, der bereits jetzt deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegt, sehr zufrieden, auch wenn der Modemarkt schwierig sei, wie die Firma formulierte.

Die Firma Heinecke & Klaproth beschäftigt in Bückeburg 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Frankreich gibt es eine Niederlassung, in weiteren Ländern der EU existieren sogenannte Verkaufsbüros und produziert wird auch in Tschechien, Polen, Rumänien und Bulgarien, wie Vertriebsmitarbeiter Christian März einer Delegation der Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU, Kreisverband Schaumburg mitteilte. Im Gegensatz zu anderen Firmen sei „m.e.n.s.“ mit der Fabrikation in den ost- und südosteuropäischen Ländern sehr zufrieden, erklärte März auf entsprechende Nachfrage.

Die Hosen aus Bückeburg gehen vor allem in die sogenannten Beneluxländer, in die Schweiz und nach Übersee, dort vorzugsweise nach Kanada. Die heimische Firma ist besonders stolz, dass sie gegen Konkurrenten wie „Boss“ mithalten kann. Christian März lobt denn auch seinen Betrieb: „Nach einer Bestellung können wir sehr schnell liefern und das auch noch in bester Qualität.“ Die Produkte aus Bückeburg gelten unter Fachleuten als die „Mercedes“ unter den Hosen.

Die Produktion werde teilweise von Maschinen übernommen, teilweise sei aber auch klassische Handarbeit gefragt, erklärte die stellvertretende Produktionsleiterin Gesa Peterbus den MIT-Mitgliedern. Besonders wies sie auch auf die strenge Kontrolle hin, die verhindere, dass Hosen mit geringerer Qualität in den Handel geraten. Für die Hosen kauft Heinecke & Klaproth nur beste Stoffe ein. Produziert werden derzeit übrigens die Bestellungen der Kunden für den Sommer des nächsten Jahres. Geliefert wird die Ware im Winter.

Die Firma Heinecke & und Klaproth ist bereits 109 Jahre alt, denn 1901 übernahmen Fritz Heinecke und Arnold Klaproth in Hannover einen Baumwollgroßhandel. Ab 1926 wurde Berufskleidung produziert. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelte der Betrieb zunächst um nach Rinteln, aber bereits 1946 war ihr Sitz wieder in Hannover. Im Angebot waren Anzüge, Mäntel und Hosen.

Nach Bückeburg kam Heinecke & Klaproth im Jahre 1957. Rolf Klaproth tat 1963 in die Firma ein und übernahm zusammen mit Kurt Rabe die Geschäftsführung. 1995 schließlich zieht die Firma in ihren jetzigen Standort an der Kurt-Rabe-Straße 3 um.




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