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Installation Erdfenster von Eg Witt im Prinzenhof enthüllt / Über hundert Kunstinteressierte dabei

"Und es ward Licht und es war magisch grün!"

Rinteln (ur). Mehr als hundert Kunstbeflissene aus Rinteln und auch der weiteren Umgebung hatten sich im Prinzenhof eingefunden, um die Enthüllung der neuen Glas-Skulptur "Erdfenster" von Eg Witt zu erleben.

veröffentlicht am 25.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:25 Uhr

Das Objekt entstand im Gefolge des Ausstellungsprojekts "Glasfluss" im Museum Eulenburg, mit der Eg Witt in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein vor nunmehr drei Jahren an die Glasmachertradition Rinteln erinnern und zugleich die archaisch-eruptive Kraft des Produktionsprozesses von Glas aufzeigen wollte. "Was wir fördern, kann sich sehen lassen!", betonte Sparkassenvorstand Günther Klußmeyer in seiner Begrüßungsansprache und nachdem Dorothee Beckmann vom Kulturring die Umhüllung entfernt hatte, zeigte sich das mit einer transparenten Panzerglasplatte bedeckte "Erdfenster" als mild schimmernde Schatzgrube im geradezu magischen Grün: Fast wie ein Blick in die tiefsten Tiefen des Erdkerns. Immerhin hatte man sich allein die praktische Umsetzung über 6000 Euro kosten lassen. In Erinnerung an die alten Hüttjer lud Klußmeyer zum anschließenden Imbiss mit deftigen Schmalzbroten und Bier "direkt aus der Glasflasche" ein - herzhafter Impuls für angeregte Gespräche zwischen Künstler und Publikum, inhaltlich inspiriert durch gewichtige Darlegungen von Lars Steinmann, der das Werk von Eg Witt in Beziehung setzte zur Arbeit von Beuys und zu den gedanklichen Implikationen der Fluxus-Gruppe. Über weitergehende Reflexionen zum aktuellen Schaffen des Rintelners lesen Sie mehr am kommenden Sonnabend auf den "Kultur lokal"-Seiten. Für die eigene Konfrontation mit dem Objekt empfiehlt sich der späte Abend, wenn nur die Sterne noch mit dem Licht aus dem Erdfenster konkurrieren.




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