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Unendliche Geschichte am Südharrl

Das Baugebiet Sprekelsholzkamp ist eine unendliche Geschichte. Erst dauert es Jahre, bis im Umlageverfahren alle Grundstücke so aufgeteilt werden konnten, dass sie verkaufbar waren. Dann dauerte es ewig, bis der Bebauungsplan aufgestellt war. Die Nachfrage ist seit Jahren so, als ob das Baugebiet von allen vier Seiten von Atomkraftwerken umgeben wäre. Dabei war es einst vor mehr als 15 Jahren als höchst attraktive Wohnlage am Südharrl mit schönem Blick auf das Wesergebirge angepriesen worden.

veröffentlicht am 24.08.2012 um 20:23 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 20:21 Uhr

Und heute? Etwa ein Drittel der rund 60 Bauplätze des Sprekelsholzkamp I ist bebaut. Daran, den Abschnitt Sprekelsholzkamp II in Angriff zu nehmen, denkt keiner mehr. Eher daran, den rechtsgültigen Bebauungsplan aufzuheben, wie der SPD-Ratsherr Wolfhard Müller vorschlägt. Bei bestimmten Windrichtungen durch den Verkehr der Umgehungsstraße zu laut, berichten potenzielle Bauwillige über das Gebiet. Und zu weit von der Innenstadt entfernt ist es auch.

Der Hauptgrund ist aber nach wie vor der stolze Quadratmeterpreis, der nach wie vor gefordert wird, zumindest für die Flächen, die nicht der Stadt gehörten. „Wir haben unser letztes Grundstück dort bereits verkauft“, stellte Baubereichsleiter Jörg Klostermann fest: „Wir haben günstigere Preise.“ Und: „Wenn sich bei den Grundstückspreisen nichts tut, wird es sich weiter dahin schleppen.“

Nichtsdestoweniger hat die Stadt in diesen Tagen mit dem Endausbau begonnen. Straßen werden geteert, Bürgersteige und Parkbuchten gebaut, die Straßenlaternen mit Strom sparender LED-Technik ausgerüstet. Auch ein Spielplatz kommt 2013 – wenn genügend Geld da ist. Klostermann: „Jetzt fehlen nur noch die Bewohner.“ rc




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