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„Unsere Lunge ist so groß wie ein Tennisplatz“

Bereits als ich die Volkshochschule in Hameln betrete, merke ich schon: Irgendwas ist hier anders. Überall wuseln Kinder durch die Gänge.

veröffentlicht am 29.07.2010 um 19:00 Uhr

Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren konnten von Dozenten oder Uniprofessoren hören, warum man nicht immer das machen darf, was man will oder wie Wirbelstürme entstehen. Aus insgesamt vier Themen konnte man wählen. Interessant hörte sich auch der Vortrag „Lungenlose Salamander atmen durch die Haut – und der Mensch?!, an. Der elfjährige Jakob ist das erste Mal in der Kinderuni und ist wie ich sehr gespannt auf den Vortrag unserer Dozentin Dr. Veronica Wanschura. „Hoffentlich wird es nicht so langweilig“, sagt Jakob. Nach ein paar Minuten ist klar: Wir brauchen auch Sauerstoff, um zu leben. Genau wie unsere tierischen Artgenossen, aber atmen die auch immer durch die Lunge wie wir? „Fische atmen durch die Kiemen, Salamander durch die Haut – aber Menschen atmen doch auch durch die Haut, oder?“, fragt Jakob. „Ja, nur nicht so viel“, sagt die Dozentin. Weiter geht es mit einem der wichtigsten Organe im menschlichen Körper, der Lunge. Die Lunge ist mit einem Baum zu vergleichen, der Blätter an seinen Enden trägt. Die „Blätter“ heißen Lungenbläschen, von denen es gut 300 Millionen Stück gibt. Über das Thema „der Weg des Sauerstoffs durch unseren Körper“ und „Vom Niesen, Husten und Rauchen“ kommen wir langsam zum Ende des Vortrags. Anhand eines Luftballons kann jedes Kind noch einmal experimentieren und austesten, wie zum Beispiel das Zwerchfell arbeitet. Aber es darf natürlich auch mal rumgealbert werden, wir sind ja schließlich nicht in der Schule. Am Schluss kann jeder, der will und noch etwas Zeit hat, nach vorne kommen und verschiedene andere Experimente angucken und ausprobieren.

„Das Besondere daran, Kinder zu unterrichten, ist , dass sie sehr neugierig sind, alles genau wissen wollen und keine Hemmungen haben, bei Versuchen mitzumachen. Beim Unterricht mit Erwachsenen ist das anders“, sagt die Dozentin. Auch für sie war es „eine Premiere“ bei der Kinderuni, sagt sie. Auf dem Weg nach draußen frage ich Jakob nach seinem Fazit: „Ich fand die Versuche cool und lustig, und überhaupt nicht langweilig.“ sas

Bei der Kinderuni in Rinteln gab es viel zu erleben.

Foto: sas




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