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Grundschule bekommt neue Fenster / Doch Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses wird verschoben

"Unsere Schulen lassen wir nicht vergammeln"

Exten (mld). Das Budget für die Bauunterhaltung der Stadt Rinteln ist im letzten Jahr um 100 000 Euro auf insgesamt 270 000 Euro zusammengestrichen worden. Durch Einsparungen dieser Art soll der Rintelner Haushalt entlastet werden - und das bedeutet sparen, wo es nur geht.

veröffentlicht am 01.10.2008 um 00:00 Uhr

Die Folgen dieser Kürzungen bekommen jetzt die Extener zu spüren: Eigentlich sollte das Dorfgemeinschaftshaus von Grund auf saniert werden. Geplant war der Bau einer Rampe für Rollstuhlfahrer sowie mehr Kabinen für Spieler und Schiedsrichter, außerdem die Renovierung der Decke und Wände, ein neuer Anstrich fürdie Heizkörper sowie neue Toilettenbecken. Doch aus diesen Plänen wird wohl nichts: "Der Kostenaufwand für so eine Sanierung läge im hohen fünfstelligen Bereich", rechnet der Erste Stadtrat Jörg Schröder auf der jüngsten Ortsratssitzung den Ortsratsmitgliedern vor: "Das gibt die Haushaltslage einfach nicht her." Auch wenn neue Umkleidekabinen "dringend vonnöten" seien, wie Ortsbürgermeister Thorsten Kretzer protestierte: Es gäbe weder eigene Kabinen oder Duschen für weibliche Schiedsrichter, noch ausreichend Platz für die Spieler. "Wir wissen, dass sich die Kinder teilweise schon draußen vor dem Dorfgemeinschaftshaus umziehen müssen". Susanne Hampel von der WGS schlug vor, die vollständige Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses "auf später zu vertagen, aber nicht abzuschreiben". Außerdem sollten Mängel, die relativ einfach zu beseitigen seien, schnell behoben werden: Eine Rollstuhl-Rampe aus Holz oder Aluminium anzubringen sei kein großer Aufwand. Von der Wunschliste, die Ortsbürgermeister Thomas Kretzer zu Jahresbeginn dem Finanzausschuss des Rates vorgestellt hatte, werden aus Kostengründen nur wenige Punkte verwirklicht: So bekommt die Heimatstube neue Fenster und auf dem Friedhof werden Abfallbehälter im Eingangsbereich aufgestellt. Die Holzverkleidung der Grundschule bekommt einen neuen Anstrich und die einfach verglasten Fenster auf der Nordseite der Schule sollen ersetzt werden, was Jürgen Maack von der WGS als "absolut notwendig" beschrieb. Dem stimmte der Erste Stadtrat Jörg Schröder zu: "Unsere Schulen lassen wir nicht vergammeln".




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