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Unterricht anspruchsvoll, Lehrer nett

Bückeburg (wk). Um lernwilligen Realschülern der zehnten Jahrgangsstufe Lust aufs Abitur zu machen, hat das Gymnasium Adolfinum interessierte junge Leute zu seinen alljährlichen „Schnuppertagen“ eingeladen. Zehn Anwärter auf den Erweiterten Sekundarabschluss I, der für den Wechsel in die gymnasiale Oberstufe erforderlich ist, nutzten die Gelegenheit und nahmen drei Tage lang am Unterricht des Gymnasiums teil. Der besseren Vergleichbarkeit in Sachen Lernstoff und Unterrichtsablauf wegen geschah dies ebenfalls in einer der zehnten Klassen, zumal die Realschüler nach dem Wechsel auf das Gymnasium die dortige zehnte Jahrgangsstufe ohnehin noch einmal wiederholen müssten: Dies sei eine Folge der durch die Einführung des so genannten „Turbo-Abiturs“ nun bereits nach der zwölften statt wie bisher nach der 13. Klasse abzulegenden Abiturprüfung, erklärte Jürgen Hockemeier, Oberstufenkoordinator am Adolfinum.

veröffentlicht am 24.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 03:41 Uhr

„Der Unterricht war gar nicht so viel schwieriger“, resümierte Nicolas Schuster am Ende der drei Schnuppertage. „Schon anspruchsvoll, aber man kann es schaffen, wenn man sich anstrengt.“ Die naturwissenschaftlichen Fächer sowie Geschichte, Politik und Erdkunde seien vom Stoff her ähnlich wie an der Realschule, konkretisierte Mareike Kluge. In Mathe und Englisch seien die Anforderungen allerdings schon höher als an ihrer jetzigen Schule.

„Alles ganz O.K.“, befand Maria Droste, die vor Beginn der Schnuppertage noch etwas unsicher war, wie wohl die Schüler des Adolfinums auf sie und die anderen Realschüler reagieren würden. Erfreulicherweise seien die Gymnasiasten aber „sehr offen gewesen“, berichtete sie. „Und auch die Lehrer waren nett und sind auf uns eingegangen.“

Nicht zuletzt in diesem Punkt zeigte sich auch Schuster positiv überrascht, nachdem ihm im Vorfeld von anderen Schülern erzählt worden war, dass das Adolfinum „nicht so gut“ sei. Ähnliches hatte zudem Jasmin Gerling gehört, empfand dies aber ebenfalls überhaupt nicht so.

Als Verbesserungsvorschlag regte Schuster noch an, die Schnuppertage auf insgesamt fünf Tage auszuweiten und zudem einen Termin zu wählen, der nicht in die Zeit kurz vor den Zwischenzeugnissen fällt. In den Unterrichtsstunden sei nämlich auch viel über die zu vergebenden Zeugnisnoten gesprochen worden, was für die Realschüler nicht interessant gewesen sei.

Die Chancen, dass die auf das Gymnasium wechselnden Realschüler die Abiturprüfung bestehen, seien in der Tat gut, bestätigte Hockemeier. Am Adolfinum habe es sogar schon mal einen ehemaligen Realschulabsolventen gegeben, der beim Abitur als Jahrgangsbester abgeschnitten hat. Die Anregung, die Schnuppertage zukünftig auf fünf Tage zu verlängern und zu einem anderen Zeitpunkt innerhalb des Schuljahres anzubieten, stufte er zudem als durchaus sinnvoll ein.




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