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„Von gräflichen Gnaden – 400 Jahre Stadt Bückeburg“ / Ausstellung zeigt alte Urkunden und Münzen

Urkunde zum Marktrecht sprengt alle Formate

Bückeburg (rc). 400 Jahre ist es her, dass Bückeburg die Marktrechte und damit die Stadtrechte verliehen bekam. Anlass genug für den Schaumburg-Lippischen Heimatverein, mit einer Sonderausstellung diesen runden Geburtstag zu würdigen. Am kommenden Sonntag, 17. Mai, wird im Landesmuseum an der Langen Straße die Ausstellung „Von gräflichen Gnaden – 400 Jahre Stadt Bückeburg“ eröffnet. Gezeigt wird unter anderem die Originalurkunde, mit der Graf Ernst, der spätere Fürst Ernst, der Stadt die Marktrecht verlieh. Und auch die Urkunde, mit der Bückeburg 1365 die Fleckenrechte verliehen wurden, wird ausgestellt. Weitere Exponate sind alte Münzen, Porträts des Grafen Ernst und ein alter Schrank aus dem ersten Rathaus der Stadt, in dem der damalige Bürgermeister Sassenberg vermutlich die Urkunde verwahrt hatte. Die Marktrechts-Urkunde ist übrigens noch in einer riesigen Vergrößerung zu sehen.

veröffentlicht am 12.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 21:21 Uhr

Ansonsten wird mit sieben themenbezogenen Stelltafeln über die Kernaussagen der Verleihungsurkunde informiert. Dem Grafen Ernst ist eine Tafel gewidmet; der Stadt, ein „schmutziges kleines Nest“, das im 17. Jahrhundert natürlich nicht schmutziger oder ungemütlicher als andere Orte im Schaumburger Land war, eine andere Tafel. Weitere Tafeln informieren über den Hof des Landesherren, den es nach der Erhebung Bückeburgs zur Residenzstadt zu versorgen galt – daher die Marktrechte; über die Bauwerke des Grafen Ernst; über Ordnung, Recht und Gerechtigkeit; über „Durchlaucht lassen fälschen“ oder über „Den Einwohnern den Verkauf gönnen“ .

„Wir haben das Problem, dass es aus dieser Zeit nicht viele Dinge gibt, die wir zeigen können“, sagten der Heimatvereinschef Dr. Wolfgang Vonscheidt und Museumsleiterin Dr. Anke Twachtmann-Schlichter bei der Vorstellung der Ausstellung, die sie zusammen mit Kurt Ptack, Jürgen Schneider und Manfred Würffel erarbeitet haben. Leihgaben steuerten das Staatsarchiv, das Museum Amtspforte Stadthagen, die Schaumburger Landschaft und die Fürstliche Hofreitschule bei.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 17. Mai, um 11 Uhr, im Landesmuseum. Sie dauert bis zum 30. September und ist mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.




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