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Debatte um Rieher Sportheim: Schlüsselvergabe seit Januar Pflicht / Kein Gerangel um Räume

Vereine: Von Eskalation keine Rede

Riehe (gus). Dass im Zwist um die Nutzung des Sportheims eine „Eskalation“ droht, wie im Suthfelder Jugend-, Sport- und Sozialausschuss angedeutet, befürchten Vertreter der maßgeblich beteiligten Vereine nicht. Dass das Thema hochkocht, sei wenigen Unruhestiftern geschuldet, heißt es.

veröffentlicht am 10.08.2012 um 19:52 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 01:41 Uhr

Auf Nachfrage dieser Zeitung erklärten die obersten Funktionsträger von Feuerwehr Riehe, TuS Riehe und Bergmannsverein „Glück Auf“ Riehe, dass die überwiegende Mehrheit in Sachen Sportheim keinen akuten Handlungsbedarf sieht. Im Gegenteil: Die Vergabe der Räume erfolge in aller Regel problemlos. Ab und zu muss der Vorstand des Bergmannsvereins in einen kleineren Raum ausweichen, wenn der Dorfgemeinschaftsraum belegt ist, räumte „Glück Auf“-Vorsitzender Werner Bleidiestel ein. Mehr aber nicht.

Zwar sei es bei einigen Beteiligten nicht gut angekommen, dass Schlösser vom Pächter ausgetauscht worden waren. Dies wäre Sache der Gemeinde – immerhin Eigentümer des Gebäudes – gewesen, findet Bleidiestel. Doch dieser Schritt hängt mit einer Entscheidung zusammen, die bei der Jahresversammlung des TuS im Januar gefällt worden war.

Damals hatte Christian Hoffmann einen Antrag gestellt, wonach grundsätzlich geklärt werden sollte, wie die Zugangssituation zum Sportheim zu regeln ist. In seiner Begründung schrieb Hoffmann seinerzeit, dass es bereits jahrelange Querelen gegeben habe, die sogar dazu geführt hätten, dass Wirte des Vereinsheims ihren Hut nahmen.

Weil es bei der Belegung des Dorfgemeinschaftsraums, im dem auch die Theke steht, kein festes Reglement gegeben habe, sei die Situation unübersichtlich gewesen. Deshalb wiederum seien bisweilen Dinge abhandengekommen, auch seien ab und zu Getränke konsumiert, aber nicht bezahlt worden. Auf Hoffmanns Antrag hin beschloss der TuS, dass es fortan vor und nach jeder Veranstaltung in dem Raum eine Schlüsselübergabe gibt.

Diese Aufgabe erledigt jetzt TuS-Chef Reinhard Humbracht. Und dieses Prozedere hat sich in der Praxis bewährt, wie Humbracht erklärte. Unstimmigkeiten gebe es bei der Belegung des Raumes nicht. Dies bestätigte Ortsbrandmeister Jürgen Arend. Umso mehr wunderten sie sich über die Darstellung im Fachausschuss.

Bei der Jahresversammlung war auch Bürgermeister Horst Schlüter anwesend, der zudem klipp und klar erklärt habe, dass der TuS der verantwortliche Verein fürs Sportheim ist. Daher fragen sich die Funktionsträger, warum die Vereinbarung zu dem Thema nun von der Politik als widersprüchlich bezeichnet wird. Es sei auch nie von Privatfeiern die Rede gewesen. Das in der Kritik stehende „Public Viewing“ sei zudem eine Veranstaltung des TuS gewesen.




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